Montag, 27. Februar 2017

Rezension: Forbidden Touch von Kerstin Ruhkieck

Copyright: Carlsen im.press






Klappentext (Quelle: Carlsen.de)

Es braucht für einen Menschen nur eine Berührung von sieben Sekunden, um sich zu verlieben. Aber Liebe ist eine der vielen Gefahren, die unkontrollierte Nähe mit sich bringen könnte. Um die Menschen davor zu schützen, wird in der neuen Welt von AurA Eupa jegliche Berührung strengstens überwacht. Die Bevölkerung ist eingeteilt in die drei Ligen der Schönheit, der Kontakt zwischen ihnen verboten. Doch als die junge Novalee aus der durchschnittlichen Liga 2 in die Siedlung der Unverheirateten zieht und auf Graey trifft, ist sie sich der staatlichen Ordnung nicht mehr sicher. Graey ist nicht durchschnittlich, sondern höchst attraktiv. Und sieben Sekunden können unendlich kurz sein… 



Forbidden Touch war mein erstes Buch von Kerstin und ich muss sagen ich liebe es.
In die Geschichte kam ich super leicht. Der Schreibstil ist total angenehm und vor allem sehr flüssig. Es wird aus der dritten Person erzählt, was mich aber nicht störte, obwohl ich die Ich-Perspektive lieber habe. Außerdem wird aus der Sicht von mehreren Personen erzählt - Novalee und Crish. Beide habe ich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn ich es mit Nova manchmal schwer hatte. Kerstin hat tolle Charaktere geschaffen. Novalee ist zwar sehr Regeltreu und manchmal hatte sie ganz andere Ansichten als ich, dennoch ist sie total liebenswert und anständig. Sie hat selbst mit sich zu kämpfen und versucht einfach nur das Richtige zu tun. Doch es ist schwer sich für eine Seite zu entscheiden, wenn man nicht weiß wem man trauen kann und wer die Wahrheit spricht und wer nicht.  Vor allem bei Graey hat sie ihre Schwierigkeiten. Aber auch Crish ist einfach nur toll. Er versucht sich durchs Leben zu schlagen und für seine Familie zu sorgen. Er selbst findet sich hässlich und hat Angst in eine andere Liga eingestuft zu werden, was bedeuten würde, dass er seine Familie verlassen müsste. Zum Glück steht sein Freund Asher an seiner Seite. Auch die Nebencharaktere sind wundervoll. Sie sind sehr vielschichtig und jede hat ganz andere Charaktereigenschaften, außerdem sind sie sehr gut in die Handlung eingeflochten. Die Autorin hat das alles so perfekt durchgeplant, dass ich mich durch die ganze Geschichte getragen fühlte. Sie hat eine Welt erschaffen, die so komplex ist, dass ich das Gefühl habe sie zwar noch nicht in Gänze verstanden zu haben. aber mitten drin zu stecken. Die Beschreibungen sind wirklich toll und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Auch das System kann ich gut nachvollziehen und ich fand es total erschreckend, wie realistisch alles dargestellt war. Großes Lob an die Autorin. 
Die Spannung blieb von Anfang bis Ende aufrechterhalten und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Ich musste es in einem Rutsch durchlesen und kann Band 2 kaum noch erwarten. Und ich freue mich auch schon total auf ihr Buch  "Ein Cowboy am Nord-Pol" das bald im Drachenmond Verlag erscheinen wird.

Fazit: Eine tolle Dystopie, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Handlung und die Charaktere sind einfach toll und sehr detailliert dargestellt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, sie schafft es die Spannung das ganze Buch hindurch aufrecht zu erhalten.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Kein Winter ohne dich - Kurzrezension.

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Copyright: Amrun


Amy ist ein Workoholic. Sie liebt ihren Job, auch wenn ihre Chefin ihr wirklich viel abverlangt. Auch dieses Jahr kurz vor Weihnachten muss sie nach Montreal. Und obwohl sie ihrem Freund Adrain versprochen hat, zu seinem Konzert wieder zurück zu sein, lässt ihre Chefin sie nich gehen. Adrian musste schon sehr viel einstecken, doch das setzt der Sahne die Kirsche auf und so stellt er sie schlussendlich vor die Entscheidung: die Liebe oder die Arbeit.


Für Amy keine leiche Entscheidung. Sie liebt Adrian, doch auch ihr Job ist ihr sehr wichtig. Wie wird sie sich entscheiden?

Die Novelle war mein erstes Buch von Cat Lewis. Der Schreibstil ist flüssig und solide, mit einigen Wortwitzen hatte sie mich sofort auf ihrer Seite. Man springt direkt ins Geschehen und ich kam daher sehr gut in die Geschichte. Die Story hält sich durch die vielen Rückblenden, die Amys und Adrians Kennenlernen, das erste Weihnachten usw. beschreiben, aufrecht. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich so trotz der Kürze der Geschichte viel über die Protagonisten erfahren habe und mich ihnen Nahe fühlte. Alle Stränge liefen am Ende zu einem zusammen und ergaben ein großes Ganzes, das keine offensichtlichen Lücken aufweist.
Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und detailliert dargestellt. Viele Nebencharaktere gibt es nicht, war vor allem an dem Umfang der Geschichte liegt. Nichtsdestotrotz sind auch sie glaubhaft dargestellt, auch wenn ich zum Beispiel Amys Mutter nicht immer verstanden habe. Adrian ist naürlich en kleines Schnittchen, in den man sic sofort mit Amy zusammen verliebt.
Das Ende passt wunderbar zu der ganzen Geschichte und auch wenn man wusste, wie es ausgeht, hat das der Geschichte nicht geschadet, von einer Liebesgeschichte erwarte ich nicht einen Spannungsbogen sondern prickelnde Gefühle.

Fazit: Eine gute Geschichte, die mit tollen Charakteren überzeugen kann. Bei mir kamen die Gefühle jedoch nicht ganz an, was wahrscheinlich aber an mir lag. Für ein kurzweiliges Lesevergnügen eine wundervolle Novelle.