Mittwoch, 26. August 2015

Blogtour Wo der der Regenbogen anfängt von Julia Bohndorf - Tag 3 Interview

Guten Morgen ihr Lieben :) und ein <3liches Willkommen zu unserer Blogtour.
Wir starten den heutigen Tag mit tollen, witzigen und auch sehr nachdenklichen Fragen, die wir Julia stellen durften. Aber seht selbst.


Huhu liebe Julia, wir freuen uns, dass wir dich heute zu Gast haben und mit unseren Fragen löchern dürfen. Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst J

Das mache ich total gern. <3

Magst du dich vielleicht erst mal kurz vorstellen? Du kannst das sicher besser als ich J

Ich kam im Februar 1984 in der wunderschönen Bücherstadt Leipzig zur Welt.
Mit vierzehn schrieb ich meine erste zehnseitige Geschichte und wurde von meiner Deutschlehrerin gelobt, verbessert und animiert. Doch es gab vorerst keine weiteren Ausflüge in die Schreiberei. Dafür begann ich eher sporadisch mit dem Lesen von Büchern, die nicht in der Schule im Unterricht behandelt wurden.
Vor gut 10 Jahren zog ich dann ins Weserbergland, arbeite seitdem als Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, werde von meinen kleinen Patienten gerne Zahnfee genannt, bin glücklich vergeben und lebe mit meinem Ehemann und den Hunden Adam und Frieda in einem Häuschen.
Mit dem intensiven Schreiben begann ich 2012. Zuerst aus einer größenwahnsinnigen Laune heraus, weil ich in den Jahren zuvor so viele Fantasybücher gelesen hatte, dass ich der Überzeugung war, Schreiben kann ich auch. Außerdem hatten sich parallel zu den gelesenen Romanen eigene Ideen entfaltet, die darauf drängten erzählt zu werden. Und so schreibe ich auch heute noch.

Irland oder England?                                               

Irland

Tea Time oder doch lieber der 5 Uhr Kaffee? 

KAFFEE

Schokolade oder Gummibärchen?    

Ich will beides!

Lieblingsbuch?                

Ich gebe mir diesen Stress nicht mehr und bestimme jedes Jahr mein Lieblingsbuch!
2012 – Der Kuss des Kjer von Lynn Raven
2013 – Weil ich Layken liebe von Colleen Hoover
2014 – Sephonie: Zeit der Engel von Jennifer Wolf

Lieblingsautor?                                                          

Gibt es nicht!

In deinem Roman „Wo der Regenbogen anfängt …“ geht es um das Thema Leukämie. Bist du damit selbst in Berührung gekommen? Woher kam die Idee? Wie hast du dazu recherchiert?

Bis vor geraumer Zeit habe ich eure erste Frage immer beherzt und glücklich mit NEIN beantwortet, dann fiel mir auf, dass ich sehr wohl einen Leukämiepatienten in der Familie hatte, der leider daran gestorben war. Der Bruder von meinem Opa. Doch das ist schon sehr lange, über 15 Jahre, her und deshalb hatte ich das wohl vergessen/verdrängt.

Der Blutkrebs war keinesfalls Teil meiner Idee! Doch ich hatte da eine Szene, mit zwei Schwestern, einem besonderen Baum und einem Peevish, für diese musste ich mir eine Erklärung ausdenken, weil Niamh krank war und ein Kopftuch trug.

Oh, die Recherche … diese war alles andere als spannend oder aufregend. L
Ich fand so viel Schlimmes über die Erkrankung heraus. Die Therapien, sowie deren Erfolge stimmten mich ebenfalls sehr nachdenklich (Dauer, Intensivität, Nebenwirkungen usw.). Ich las auf Blogs von Betroffenen, las auf der Homepage von der CARITÈ Universitätsmedizin Berlin, natürlich auf der Website der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und bin tief in dieses Thema eingetaucht. Für mich selbst konnte ich Fehlinformationen löschen und neues Wissen sammeln, außerdem wuchs das Bedürfnis, die hoffentlich baldigen Leser ein bisschen zu sensibilisieren.

Warst du selbst schon an allen geschilderten Schauplätzen? Welcher Ort hat dir am besten gefallen?

Diese Frage ist total cool, weil ich zugeben muss, dass ich an keinem einzigen dieser Orte tatsächlich gewesen bin. Google StreetView macht es möglich.

Und doch habe ich einen Ort den ich besonders mag und den ich irgendwann besuchen möchte. Dann gibt es um 17 Uhr auch Tee und keinen Kaffee, dazu bitte Scones und eine Runde im Millennium Wheel. LONDON <3

Hand aufs Herz, wer ist dein eigener Lieblingscharakter im Buch?

Niamh. Nein, Oma McKee! Oder doch Mae?! Onkel Dylan. Ach Menno, warum stellt ihr mir so schwere Fragen? Die kann man gar nicht beantworten!! :P
Polly und Wilson sind ja wohl auch total süß und die Zwillinge, Marie …ähm … Sofie auch. Echt jetzt! Die Frage ist gar nicht nett!!

Von jedem verkauften Buch geht ein Teil des Erlöses an die DKMS, wessen Idee war das? War es von Anfang an so geplant oder kam das spontan?

Diese Idee kam vom SadWolf Verlag und war sowas von spontan, das ich minutenlang auf meinen Bildschirm starrte und die Info immer und immer wieder las. Ich war so platt, gerührt und glücklich, dass ich ewig gebraucht hatte, um eine Antwort zu tippen.

Bist du selbst Spender? Wieso hast du dich dazu entschieden?

Ich bin Spender, weil …
… ich gesund bin und die Kriterien erfülle.
… ich nach gründlicher Recherche weiß, dass mir kein Arzt ans Rückenmark will, denn es geht um das KNOCHENMARK aus dem Beckenkamm und das auch nur in 20 % aller Spendenfälle. Die restlichen 80 % der Spender leisten so etwas Ähnliches wie eine länger andauernde Blutspende und müssen davor über einen bestimmten Zeitraum ein Medikament spritzen, damit die Stammzellen ins Blut gelangen.
… jeder fünfte Leukämiepatient keinen Stammzellenspender findet.
… ich meinem genetischen Zwilling helfen will, wenn er mich mal braucht.
… ich mit guten Beispiel vorangehen möchte. Das klingt etwas abgedroschen und entspricht doch sowas von der Wahrheit! Wenn ich möchte, dass mir mal jemand hilft, sollte ich bereit dazu sein, selbst zu helfen.

Hast du ein Ritual beim Schreiben?

Es ist kein Ritual, weil es nie dasselbe ist, aber ich höre immer gern die Lieblingsmusik meiner Protagonisten.
Justin Bieber und die Dropkick Murphys waren eine unschlagbare Kombination beim Schreiben vom „Regenbogen“ und sie eigneten sich mehr als gut für das ein oder andere Medley.

Schreibst du gerade an etwas?

Ja, eine Märchenadaption von euren Brüdern ;) mit einem immer näher rückenden Abgabetermin. *panisch auf den Kalender schau und erschreckt feststellen, dass ich nur noch 12 Tage Zeit habe* (heute - 20.08.15)

Wird man dich auf der Frankfurter Buchmesse treffen? 

ICH WILL AUF DIE FBM! Geplant ungeplant und somit ins Auge gefasst, aber noch kein Zugticket gekauft, ist der Samstag. Abwarten und Tee … ähm …Kaffee trinken.

Das wollte ich schon immer mal sagen?! J

Komm auf die dunkle Seite der Macht, wir haben Kekse … und deinen Vater.

Und nun ernsthaft! Der letzte Satz aus meinem Nachwort von „Wo der Regenbogen anfängt …“

Denn nur wer alle Tatsachen kennt, kann eine Entscheidung treffen, hinter der er dann steht.


Ich bewundere dich für deinen Mut und deine Stärke. Schön, dass es dich gibt Julia.

Habt ihr auch schon bei allen anderen Blogs vorbei geschaut? Nein?
Dann gibt es hier nochmal den Fahrplan :)

24.8 Vorstellung Buch und Leserstimmen

25.8 DKMS alles was man wissen sollte
 bei Claudia von Buchfeder

26.8 Interview mit Julia Bohndorf
heute hier bei uns :)

27.8 Bilder von der Route
bei Joyce von Joyful Moments (Youtube)

28.8 Roadtrips (In Büchern und oder Filmen)
bei Anette von Katze mit Buch

29.8 Irische Legenden und Geschöpfe
 bei Nadja von Bookwormdreamers

30.08. Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs

Apropos Gewinnerbekanntgabe :)

Natürlich gibt es auch ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es:
Platz 1 -1 signiertes Print Exempla
Platz 2+3 -  Ebooks im Wunschformat
Platz 4 - Goodiepack

Heute gibt es keine Gewinnspielfrage, sondern ihr dürft Julia eine weitere Frage stellen. Brennt euch irgendetwas auf den Fingernägeln, dann her damit :)

Teilnahmebediungen:
-Das Gewinnspiel startet heute und endet am 29.08 um 23:59 Uhr
-Ihr seit mindestens 18 Jahre alt oder habt die Einverständnis eurer Eltern.
-Der Gewinn ist nicht auszahlbar.
-Für den Postversand und das verloren gehen wird nicht gehaftet
-Ihr seid damit einverstanden das euer Name öffentlich auf allen Blogs bekanntgegeben wird im Gewinnfall.
-Die Daten werden nur an die Autoren und den Verlag weitergegeben, im Gewinnfall um euch den Gewinn zukommen zu lassen und werden nicht gespeichert


Wir hoffen unser Beitrag hat euch gefallen und ihr bleibt uns weiterhin treu und verfolgt die Blogtour auf allen Blogs :)
Fühlt euch gedrückt <3

Samstag, 15. August 2015

Rezension: Mind Ripper von Nadine Erdmann (Band 1)

Mind Ripper
Quelle: Nadine Erdmann.
Autor/in: Nadine Erdmann
Verlag: Selfpublishing 
Seitenzeihl: 306 Seiten
Genre: Fantasy für Jugendliche
Fazit: Super spannend, klare Leseempfehlung! 


Das Cybernetz ist im Jahre 2038 die größte Attraktion. Durch Elektroden am Kopf kann man direkt in die virtuelle Welt der CyberWorld eintreten und alle Vorzüge genießen. Für Jedermann ist etwas dabei. Von Rollenspielen bis hin zu virtuellen Clubs und Cafes.
Die Zwillinge Jemma und Jamie verbringen mit ihren Freunden viel Zeit in der virtuellen Welt und spielen dort Rollenspiele. Zusammen kämpfen sie gegen Monster, lösen jedes Rätsel und scheuen kein Abenteuer. Die Spiele lenken sie von ihren Problemen in der realen Welt ab und schweißen die Freunde zusammen.
Doch dann fallen drei Jungs ins Koma während sie in der CyberWorld sind. Ihre Körper sind nur noch leere Hüllen und niemand weiß woran es liegt. Es wird viel spekuliert, doch auch die Polizei hat keine Antworten. Ist die virtuelle Welt schädlich? Kann man einfach darin verschwinden? Trotzdem wollen die Freunde ihre Spiele nicht aufgeben und gehen weiterhin in die CyberWorld.
Eine plötzliche Begegnung bringt Jemma, Jamie und Zack dem Mind Ripper immer näher und plötzlich finden sie sich in einem Spiel wieder, das sie vielleicht nicht in der Lage sind zu gewinnen.

Durch die Empfehlung einer guten Freundin bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Das Cover hat mich leider gar nicht angesprochen sondern eher abgeschreckt. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch trotzdem gelesen habe, denn es war eins meiner Highlights des Monats.
Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und sehr humorvoll. Ich bin sofort in die Geschichte gekommen und konnte auch nicht mehr aufhören zu lesen. Vor allem fand ich den Humor sehr angenehm. Zusammen mit der Spannung ergab er eine explosive Kombination, die das Buch einfach besonders macht.
Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt. So bekommt man die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen übermittelt und hat einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere. Fand ich sehr angenehm und hat mich total in seinen Bann gezogen.
Die Charaktere sind total angenehm. Sie haben alle Tiefgang und sind toll beschrieben. Durch Jamie kommen viele alltägliche Probleme hinzu und ich fand den Aspekt den er in die Geschichte bringt sehr spannend. Ich glaube Jamie ist einer meiner Lieblingscharaktere. Obwohl die Entscheidung schwer fällt, weil einfach alle so toll sind. Sie runden die tolle Geschichte ab und machen sich noch authentischer.
Die Idee mit der CyberWorld und den „realen“ Spielen fand ich einfach nur toll. Sie hat mich total überzeugt und ich war regelrecht gefesselt. Die Autorin beschreibt alles sehr detailreich und anschaulich, sodass man alles gut versteht und sich die Szenerie gut vorstellen kann. Ich wünschte die CyberWorld würde nicht nur in meinem Kopf existieren sondern auch in der realen Welt.
Von Anfang an, ist die Handlung spannend aufgebaut und das zieht sich auch durch das ganze Buch. Es wird nie langweilig, ich musste immer wissen wie es weiter geht und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen und muss unbedingt Band zwei haben.
Das Ende war jedoch der Knaller. Es kam so überraschend und hat mich vom Stuhl gehauen. Die Lösung des Konflikts war das Highlight. Dieses Ende hätte ich nie erwartet. Es wurde wunderbar geschildert und erklärt, ich konnte es nachvollziehen obwohl es so unerwartet und überraschend war. Einfach toll.


Fazit: Eine tolle Geschichte, die mit der Idee, den Charakteren und vor allem dem Schreibstil überzeugen kann. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Hoffentlich gibt es noch viele weitere tolle Bücher von der Autorin. 

Mittwoch, 12. August 2015

Rezension: Tougard - Seelenseher von Cornelia und Dominic Franke

Quelle: Papierverzierer

Seitenzeihl: 450 Seiten
Genre: Fantasy für Jugendliche
Erscheinungstermin: 2. März 2015
Fazit: Tolle Idee, überwiegend überzeugende Charaktere, jedoch war es manchmal langatmig 


Charlie besitzt die Fähigkeit zu Heilen. Zumindest erzählt man ihm das, als er eines Tages ohne Vorwarnung plötzlich in eine andere Welt gezogen wird. In Tougard soll er nicht nur seine neue Fähigkeit verbessern sondern auch lernen, wie man in der Menschenwelt mit ihr lebt ohne aufzufallen. Was er zuerst für einen sehr abgefahrenen Traum hält, entpuppt sich schnell als anstrengende und nervenaufreibende Wahrheit, denn Charlies Gabe will nicht so wie er will. Trotzdem gewinnt der eher zurückhaltende Junge, der in seiner eigenen Welt kaum Freunde hatte, zusehends an Selbstbewusstsein und findet Gleichgesinnte. Doch ein Mensch fehlt ihm, seine beste Freundin Ann. Das Leben in Tougard fällt ihm ohne sie sehr schwer und er möchte sie unbedingt bei sich haben.
Als er plötzlich von einer Prophezeiung hört, die voraussagt, dass ein Seelenseher seine beste Freundin umbringen wird, weiß er nicht was er tun soll. Wie kann er sie beschützen? Was kann er tun?
Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Schüler aus Tougard verschleppt werden und darunter auch Freunde von Charlie sind. Die Zeit scheint ihm davon zu laufen und er muss schnell einen Weg finden Ann und seine Freunde zu beschützen, denn in Tougard ist plötzlich nichts mehr wie es scheint.

Der Einstieg in „Tougard – Seelenseher“ ist mir wirklich total leicht gefallen. Der Prolog war sehr mystisch, witzig und machte neugierig auf mehr. Ich muss sagen, er ist mein Lieblingskapitel. Die Statuen sind so unglaublich toll. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, es wird aus der dritten Person erzählt und nicht nur aus Charlies Sicht. Der Hauptcharakter ist trotzdem Charlie, er ist eher zurückhaltend und kann mit seinen Mitschülern nichts anfangen. Sein Vertrauen wurde in der Vergangenheit missbraucht, deswegen fällt es ihm schwer Freunde zu finden. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, er war ein angenehmer Charakter, jedoch konnte ich seine Anhänglichkeit zu Ann ab einem gewissen Grad nicht mehr verstehen. Er ging mir da zu naiv an die Sache und klammerte auch sehr. Das war der einzige Punkt, der mir an Charlie missfiel, ansonsten hab ich gern mit ihm die Welt von Tougard entdeckt. Die anderen Charaktere mochte ich alle überwiegend. Vor allem Avid, von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Seine Wandlung faszinierte mich und ich fand sie toll dargestellt. Nur mit Ann hatte ich von Anfang an meine Probleme. Was ich recht schade fand, da sie einer der wichtigen Charaktere ist. Sie ist mir einfach zu egoistisch und denkt eben nur an ihren Vorteil ohne Rücksicht auf Charlie. Ich konnte sie einfach nicht verstehen.
Cornelia und Dominic Franke erschaffen mit Tougard eine neue Welt in der alles möglich scheint. Die Schule und auch alle anderen Orte fand ich sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und fühlte mich an Charlies Seite versetzt.
Die Idee fand ich toll, jedoch fand ich einige Dinge schwammig dargestellt und ich hatte das Gefühl, dass nicht alles bis ans Ende durchdacht war. Mir fielen immer wieder kleine Unstimmigkeiten auf, die irgendwie nicht zueinander zu passen schienen. Der plötzliche Stimmungswechsel von Ann war das beste Beispiel. Er hat irgendwie nicht in das Konzept gepasst und kam unerwartet. Am Ende dann gleich noch mal. Das schien mir einfach nicht ganz zu passen und war für mich auch nicht wirklich schlüssig erklärt.
Im Verlauf der Geschichte passiert zwar viel, aber irgendwie fehlte mir trotzdem die Spannung. Das Einzige, was ich wirklich spannend fand, war, wer nun Avid ist und wohin die Menschen verschwinden. Der Rest der Handlung hat sich etwas gezogen und wies einige Längen auf, was ich sehr schade fand, da die Idee wirklich großartig ist.


Fazit: Eine sehr interessante Idee, die durch tolle Charaktere und einen angenehmen Schreibstil unterstützt wird. Jedoch wies die Handlung einige Längen und Unstimmigkeiten auf, die mich das Buch oft zur Seite legen ließen. 

Montag, 10. August 2015

Rezension: Agnes Geheimnis von Annette Henning

Copyright: Annette Hennig

Autor/in: Annette Hennig
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenzeihl: 286 Seiten
Genre: Familiendrama
Erscheinungstermin: 25. Juni 2014
Fazit: Spannende Handlung, guter Schreibstil, sehr überzeugend


Zusammen mit ihrem Mann lebt Nina in einem kleinen Einfamilienhaus. Ihre Kinder sind schon längst ausgezogen und sie genießt das Leben mit Paul, ihrem Ehemann, in vollen Zügen. Bis ein geheimnisvoller Brief auftaucht und alles zu zerstören droht. Gleichzeitig tauchen Hinweise auf ein jahrelang gehütetes Geheimnis von Ninas geliebter Oma Agnes auf. Sollte sich alles bewahrheiten, dann würde das ihre gesamte Familie auf den Kopf stellen. Nina und ihre Familie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch will sie sie überhaupt wissen? Nina wagt einen Neuanfang, versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, doch als die Tagebücher von Agnes auftauchen, tut sich erneut ein tiefer Abgrund auf in den Nina zu fallen droht.
Wird sie das Geheimnis lüften können? Kann sie Agnes verzeihen? Oder wird sie an der Vergangenheit kaputt gehen? Nicht einmal Nina weiß darauf eine Antwort, aber sie versucht sie zu finden.

Zu Beginn des Buches springt man durch verschiedene Zeiten und bekommt einen kurzen Einblick in das Leben von Agnes, Ninas Oma. Ich bin gut in das Buch gekommen, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Nach den ersten paar Seiten bleibt man dann in der Zeit in der Nina lebt. Jedoch wird die Geschichte nicht nur aus Ninas Sicht geschildert, sondern auch aus der von fast allen handelnden Personen. Das fand ich sehr spannend und gut gemacht, weil ich so einen tollen Einblick in die Gedanken von allen Personen bekommen habe. Einige mochte ich mehr, andere weniger. (Paul zum Beispiel! So ein arroganter Egoist!!!!!!)
Nina war ein sehr angenehmer Hauptcharakter. Zu Beginn schien sie mir sehr naiv zu sein, jedoch legte sich das mit der Zeit, da sie auch gute Argumente für ihre Entscheidungen liefert und ich alles nachvollziehen konnte. Sie macht durch das ganze Buch eine gut sichtbare Wandlung durch, die ich super fand. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich toll, da es viele Geheimnisse gelüftet hat. Der Leser hatte dadurch einen rund um Blick und wusste mehr als einige Charaktere in der Handlung.
Aber auch alle anderen Charaktere konnten mich mehr als überzeugen. Jeder Charakter hatte seine eigenen Eigenschaften und auch an Tiefe fehlte es ihnen nicht. Sehr überzeugend beschrieben und dargestellt.
Die ganze Handlung war gut durchdacht und hatte Hand und Fuß. Ich fühlte mich die ganze Zeit mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung hielt sich das ganze Buch durch. Von Anfang an, werden die Geheimnisse die ganze Zeit angedeutet aber es dauert relativ lange bis etwas Licht ins Dunkel kam. Jedoch war dann am Ende alles ganz anders als ich es erwartet hatte, das hat mich wirklich überrascht und war sehr gut beschrieben.
Die großen Emotionen haben mir nicht gefehlt, denn sie waren vorhanden, jedoch waren sie mir zu wenig beschrieben. An den Stellen fand oft zu schnell ein Sichtwechsel statt oder die Person ging einfach über ihre Gefühle hinweg. Ich fand das aber nicht schlimm, da der Schreibstil, die Spannung und die tollen Charaktere mich weiterhin durch die Handlung haben fliegen lassen.


Fazit: Ein tolles Familiendrama, mit noch tolleren Charakteren und einer durchweg Spannenden Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und trug mich durch die Seiten. Das Ende hat mich sehr überrascht und war klasse beschrieben. Ich freue mich auf Band zwei!

Samstag, 8. August 2015

Rezension: FreakOut - Eine Wahnsinnsgeschichte von Barbara Imgrund



http://files.jilys-blog.webnode.com/200000183-54aeb55a97/FreakOut.jpg
Copyright: red.sign media
Autor/in: Barbara Imgrund
Seitenzeihl: 240 Seiten
Genre: Schicksalsschlag, Liebesgeschichte
Erscheinungstermin: 08. April 2015
Fazit: Gute Geschichte, gute Charaktere, spannende Handlung



Vera verbringt zwei Wochen in Sankt Georg, einer Psychiatrie. Als Journalistin, soll sie einen Bericht über das Leben in der Nervenheilanstalt schreiben. Widerwillig, das genau sie, diesen Job übernehmen muss, beginnt sie zu recherchieren. Nach ersten Interviews will sie nur noch eins: sofort wieder raus. Doch auch ihren Arbeitsplatz will sie nicht verlieren, also bleibt sie und fügt sich in das Leben der Psychiatrie ein. Mehr und mehr wird Vera klar, dass nicht alles so ist wie es scheint. Sie lernt nicht nur die Bewohner immer besser kennen, sondern lässt sich auch ihre Geschichten erzählen. Besonders Ylvi wird zu einer guten Freundin. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas scheint nicht zusammen zu passen. Und was soll der rote Drache der sein Unwesen im Haus treibt? Kann Vera ihre Freunde retten? Kann sie sich selbst retten?


Der Roman von Barbara Imgrund ist nichts für schwache Nerven.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, ich fand mich sofort in der Handlung wieder. Sie lies mich nicht mehr los und ich musste immer weiter lesen.
Die Geschichte ist wirklich gut geschildert und durchdacht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass alles genau so stattgefunden haben könnte. Die Spannung baut sich zuerst langsam auf, findet dann kurz vor Ende ihren Höhepunkt und kommt gut zum Ausklang. Den Epilog fand ich sehr passend und war wirklich froh, noch mal ein „abschließendes“ Kapitel zu haben, in dem ich auf den Boden der Tatsachen zurückfinden konnte. Die Spannung hielt sich zwar das komplette Buch hindurch, dennoch war es mir an einigen Stellen etwas zu langatmig.
Die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen waren toll geschildert und detailreich beschrieben. Jeder hat seine eigene Geschichte die er Vera auch erzählt.
Es wird nicht nur aus Veras Sicht sondern aus verschiedenen Sichten in der dritten Person erzählt, das gefiel mir sehr gut, weil ich so einen besseren Einblick in das Leben und die Gefühlswelt mehrer Charaktere bekam. Es war wirklich spannend in den ein oder anderen Kopf direkt blicken zu können, vor allem Lilith hat mir sehr gut gefallen.
Die Autorin schafft es die Krankheiten der Patienten sehr gut und auch für einen Laien verständlich zu erklären, das war wirklich einmalig und sehr besonders.
Aber auch Vera ist ein sehr angenehmer Charakter und der Leser erfährt nach und nach immer mehr über ihre eigene Geschichte, die auch eine große Rolle spielt. Ich tappte lange im Dunkeln wie alles zusammenhängt und war wirklich überrascht, als die Autorin den Konflikt auflöste.
Jedoch muss ich auch sagen, dass es für mich insgesamt kein Psychothriller oder Thriller war. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht war, für mich passt es nur einfach nicht in das Genre. Es war eher eine Erzählung als ein Thriller. Ich hab mit mehr Action, Blut oder auch einfach Druck auf die Personen gerechnet…

Fazit: Ein mitreisender Roman, der die Psyche des Menschen sehr gut beleuchtet. Die Charaktere sind toll beschrieben und runden die gut durchdachte Geschichte ab. An einigen stellen fehlte mir jedoch etwas die Dynamik. Alles in allem ein guter Roman, der nicht nur durch den tollen Schreibstil der Autorin glänzen kann.