Samstag, 27. Juni 2015

Rezension: Bis du gehst von Mia Newman

Quelle: http://www.buecher.de/shop/ebooks-neu/bis-du-gehst-ebook-epub/newman-mia/products_products/detail/prod_id/39597539/

Titel: Bis du gehst
Autor/in: Mia Newman
Seitenzeihl: 316 Seiten
Genre: Schicksalsschlag, Liebesgeschichte
Erscheinungstermin: 26.September 2013



Nicole bekommt einen der schlimmsten Anrufe die man im Leben bekommen kann. Ihr Mann Xander liegt nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus und es sieht nicht gut aus. In dieser schweren Zeit lernt sie Charlie kennen, der das gleiche Schicksal zu teilen scheint wie Nicole. Auch sein Bruder liegt im Krankenhaus und dessen Tod steht unmittelbar bevor. Sie wissen wie sich der Andere fühlt und versuchen sich zu helfen, doch dann stirbt Xander und alles ändert sich.
Etwas später begegne die Zwei sich wieder uns spüren sofort eine tiefe Verbundenheit. Nicole hat endlich jemanden gefunden, der nachempfinden kann wie sie sich fühlt, welche Schmerzen sie ertragen muss und wieso sie immer so mies drauf ist. Die Beiden lernen sich besser kennen, entdecken Gemeinsamkeiten, können über ihre schwere Zeit im Krankenhaus reden und kommen sich immer näher. Doch plötzlich kommt alles wieder hoch, das Leben scheint den beiden einen Strich durch die Rechnung zu machen und sie werden von den Geistern der Toten verfolgt. Ob sie es schaffen können alles zu überwinden?


Das Cover hat mich an diesem Buch vor allem gereizt und zum Lesen bewegt. Ich bin leicht in die Geschichte rein gekommen. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, jedoch störte es mich, dass sie mich mit "Sie" direkt angesprochen hat. Irgendwie hat das eine Distanz zwischen dem Leser und der Protagonistin Nicole geschaffen, die es mir schwer machte sie dann wirklich zu fassen zu bekommen. Und das obwohl ich sie verstanden hab und eigentlich anfangs jede ihrer Handlungen wirklich nachvollziehen konnte, denn so ein schweres Schicksal auf den Schultern zu tragen ist nicht einfach. 
Charlie ist ein wirklich toller Charakter. Für einen Mann fast zu perfekt :D. Ich mochte ihn sofort und hab ihn gleich ins Herz geschlossen, er ist neben Scott, Nicoles Sohn, mein Highlight. Er hat Ecken und Kanten, ist aber gleichzeitig offen und hilfsbereit. Auch wenn er oft Streit mit seinem Vater hat, versucht er verzweifelt die Firma über Wasser zu halten und glaubt an sie. Er kommt super mit Nicole und dessen Sohn zurecht. Scott ist für sein Alter wirklich intelligent und sagt manchmal Dinge, die einen einfach umhauen. Er ist total süß und hilft seiner Mutter in der schweren Situation wo er nur kann. Er ist wirklich toll, aber auch alle Nebencharaktere sind gut beschrieben, manchmal jedoch etwas oberflächlich beschrieben. Etwas mehr Tiefe hätte ihnen sicher gut getan.
Am Anfang hat sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr gezogen. Aber der Mitte wurde es dann jedoch spannender, aber auch wirrer, was jedoch zu Nicoles Verfassung gepasst hat. Ab da hab ich sie jedoch nicht mehr ganz so gut verstanden. Ihre Empfindungen wurden von der Autorin gut, für mich aber nicht wirklich nachvollziehbar beschrieben.
Das Thema des Todes, der Schuldgefühle und des Alleinseins, hat die Autorin gut aufgegriffen und toll umgesetzt. Nicoles Gefühle zum Verlust ihres Mannes konnte ich gut nachvollziehen, weil alles wirklich gut beschrieben war. SPOILER!!! Das Ende, dass Charlie dann quasi irgendwie ein Lückenbüßer ist, fand ich etwas schade... Ich hätte mir da etwas mehr erhofft, aber die Situation in der Nicole sich befindet ist auch wirklich sehr kompliziert. SPOiLER ENDE!


Fazit: Mia Newman konnte mich zwar mit ihrem Schreibstil und den Charakteren, aber nicht so ganz mit dern Handlung überzeugen. Das Buch hat einige Längen wird ab der Mitte aber spannender und schnelllebiger. 


Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar. :)

Mittwoch, 24. Juni 2015

Kurzrezension: Summer Boys von Jennifer Wolf

Bittersweet.de


Autor/in: Jennifer Wolf
Verlag: Bittersweet
Seitenzeihl: 83 Seiten
Genre: Kurzroman
Erscheinungstermin: 17. Juni 2015
Fazit: absolut Lesenswert <3

Ian schwärmt heimlich für Fynn, doch er traut sich nicht jemandem auch nur davon zu erzählen. Die App MyFlirt soll ihn von Fynn ablenken und sein Plan scheint auch zu funktionieren, denn er lernt Lucas kennen und fühlt sich zum ersten Mal verstanden. Als seine beste Freundin, dann die Idee hat ein Wochenende am See zu verbringen, weiß Ian nicht wie er das überstehen soll, denn auch Fynn wird dabei sein. Doch keiner darf merken, was für Gefühle er für den Jungen mit den meeresblauen Augen hegt. Ob das gut geht?

Summer Boys ist ein wundervolles Sommerbuch, das nicht nur durch sein buntes Cover überzeugen kann.
Die Protagonisten sind super toll. Trotz der Kürze lernt man ihre Ecken und Kanten kennen und ich hatte sofort das Gefühl mit Ian verbunden zu sein, weil ich ihn so gut verstehen konnte. Man kann sich durch die genauen und bildhaften Beschreibungen der Autorin alles super gut vorstellen und sich gut in die Charakter hineinversetzen. Ian ist sehr verletzlich und ich wollte ihn am liebsten die ganze Zeit knuddeln und ihm sagen, dass alles wieder gut wird.
Die Geschichte ist gut durchdacht und hat Höhen und Tiefen, die die Spannung die ganze Zeit aufrecht erhalten. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen weil ich so gefesselt war, auch wegen dem Schreibstil. Er ist wie gewohnt locker und sehr humorvoll. Er rundet das sehr ernste Thema ab und gibt dem Kurzroman den letzten Schliff.

Fazit: Sehr lesenswert! Eine tolle Kurzgeschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Tolle Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen und den Leser mit durch Höhen und Tiefen nehmen.

Samstag, 20. Juni 2015

Rezension "Nah bei mir" von Tanja Bern

Quelle: Arunya-Verlag
Titel: Nah bei mir
Autor/in: Tanja Bern
Verlag: Arunya-Verlag
Seitenzeihl: 318 Seiten
Genre: Historische Romantik
Erscheinungstermin: 20.Dezember 2014
Fazit: Lest es, LEST ES! Ein unglaublich gefühlvolles Wunderwerk.


Seit sie denken kann träumt Katelyn von einem Mann, der auf sie zu warten scheint. Ihre Träume häufen sich und sie fühlt sich immer mehr verbunden mit diesem Wesen. Ihre Omascheint zu ahnen was in ihrer Enkelin vorgeht und zeigt ihr deswegen ein 250 Jahre altes Tagebuch und ein Medaillon auf dem der wartende Mann zu erkennen ist. Katelyn beginnt das Tagebuch auf Anraten ihrer Oma zu lesen und taucht immer tiefer in die Vergangenheit und die Geschichte von John McKay ein. 
John McKay ist der Sohn eines Adligen, verheiratet mit einer wunderbaren Frau und lebt mit diesen, seiner Schwester und den Angestellten auf einem Landgut. Trotzdem all der Annehmlichkeiten die er genießt hat er das Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt, deswegen reitet er oft aus um seinen Kopf freizukriegen. Eines Tages entdeckt er auf dem Land seines Vaters Zigeuner und will sie vertreiben. Doch als er dem Fahrenden Jake O´Malley begegnet ändert sich alles. Er hat endlich das Gefühl richtig zu sein. Die beiden nähern sich an, immer mit der Gefahr im Nacken entdeckt zu werden. Doch sie können nicht anders, sie müssen einfach zusammen sein. Bis ihnen das zum Verhängnis wird...

Ich hab "Nah bei mir" bei der Blogtour zum Buch gewonnen, wollte es aber vorher schon unbedingt lesen, weil mich der Klappentext einfach total neugierig gemacht hat. Dies war mein erstes Buch von Tanja Bern, aber sicher nicht mein letztes. Dieses Buch ist einfach unglaublich. Ich hab es in einer Nacht durchgelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich kam sofort in die Geschichte hinein. Es wird sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus der dritten Person erzählt, so konnte ich gut unterscheiden wer gerade "spricht". 
Die Geschichte ist einfach wundervoll. Ich weiß nicht genau wie Tanja Bern das macht, aber sie schafft es so unglaublich viel Gefühl in ihre Worte zu legen, dass ich das ein oder andere mal eine Gänsehaut hatte. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen und konnte einfach nicht glauben was da passiert, es war unglaublich wie sehr mich das Buch gefangen genommen hat, so etwas passiert mir eigentlich selten. 
Die Charaktere sind toll, jeder für sich. Katelyn hat es nicht einfach, versucht sich aber auf ihr Schicksal einzulassen und zu verstehen was mit ihr passiert. Sie war mir sofort sympathisch. Auch ihre Großmutter ist ein toller Charakter,, von dem man allerdings nicht so viel erfahrt, was ich schade, aber zum Verlauf der Geschichte passend finde. 
John *_* Hach. John schreibt seine Geschichte in den Tagebüchern auf und man bekommt alles aus der Ich-Perspektive von ihm erzählt. Für mich war er der wirklich angenehmste Charakter. Er ist so unglaublich wunderbar. Hat viele Ängste und weiß mit seinen Gefühlen nicht umzugehen, hört aber dennoch immer, wirklich IMMER auf sein Herz. Ich glaube genau das sit es, was ihn so besonders macht. 
Mit Jake wurde ein sehr interessanter Charakter geschaffen. Er gehört zum fahrenden Volk und reist mit seiner Familie durch England. Er hat mich wirklich überrascht und nicht nur einmal hat mich seine Lebensgeschichte sehr berührt. 
Die Geschichte hinter der Geschichte war unerwartet und bombastisch. Irgendwie hätte ich alles so nicht erwartet. Vielleicht lag das auch daran, dass ich soooo sehr in Johns Gefühlen gefangen war? Ich weiß es nicht, ich kann euch nur sagen, dass das ein unglaubliches Buch ist, dass ich nur empfehlen kann.

Fazit: Tanja Bern erzählt in "Nah bei mir" die Geschichte von John und Jake, deren Liebe unter keinem ungünstigeren Stern stehen könnte. Durch ihre sehr authentischen und gefühlvollen Charaktere und die wirklich spannende Handlung konnte sie mich voll und ganz überzeugen und ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. 

Dienstag, 16. Juni 2015

Rezension: Obsidian, Band 1: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout



 

(Quelle: http://openbooksociety.com/wp-content/uploads/2014/01/obsidian_cover_germany.jpg)

Verlag: Carlsen
Seitenzeihl: 400 Seiten
Genre: Jugendroman
Erscheinungstermin: 25. April 2014
Fazit: Rosenrot - Ich liebe liebe lieb liebe liebe lieb es!
Schneeweißchen - ^_^ Big Looooove 

Seit dem Tod ihres Vaters kann sich Katy für nichts mehr wirklich begeistern. Ihre einzigen Hobbys und Trostspender sind das Buchbloggen und die Gartenarbeit. Als ihre Mutter eines Tages verkündet, dass sie umziehen werden, und zwar von dem sonnige Florida in irgendein kleines Kaff nach West Virginia, ist sie mehr als totunglücklich. Aber Katy nimmt es wie es kommt und denkt sich, dass in der neuen Stadt wenigstens niemand über den Tod ihres Vaters Bescheid weiß und die Leute ihr dementsprechend auch nicht ständig mitleidige Blicke zuwerfen. Ihre Mutter macht ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung, diese möchte einen Neuanfang, auch für Katy, und zwingt sie sich mit den Nachbarskindern anzufreunden. Genervt und widerwillig schleppt sich Katy auf die Veranda der Blacks und wer ihr da die Türe öffnet kann gar nicht mehr menschlich sein. Daemon Black. Er ist attraktiv, hat ein Wahnsinnslächeln aber auch ein abartig arrogantes Ego, das nur durch seine Überheblichkeit und Arroganz gegenüber anderen übertroffen wird. Mit so einem will sich Katy sicherlich nicht abgeben. Doch schneller als ihr lieb ist lernt sie Dee Black, die Schwester von Daemon, kennen. Sie ist das komplette Gegenteil ihres Bruders. Liebenswert, aufgeschlossen und vor allem hat Katy das Gefühl zum ersten Mal seit dem Tod ihres Vaters wieder ein bisschen glücklich zu sein. Auch, wenn Daemon mit allen Mitteln versucht die Freundschaft der beiden zu zerstören, stehen Dee und Katy für einander ein. Daemon jedoch muss sich eingestehen je mehr Zeit er mit Katy verbringt desto mehr bedeutet sie ihm und desto weniger arschlochmäßig verhält er sich in ihrer Gegenwart. Was umgekehrt genauso ist. Kaum kommen sich die beiden einen Funken näher schon mach Daemon einen Rückzieher. Warum tut er das ständig und warum ist er so bedingungslos davon überzeugt, dass ihre beiden Welten nicht kompatibel sind?

Ich fang am besten gleich mit den wichtigen Dingen an. (Lass mich raten: DAEMON ^_^) 
Daemon… Tja, der ist echt eine Nummer für sich. Ich habe wirklich noch nie von so einer abartig überheblichen männlichen Hauptfigur gelesen. Er ist alles, was ich eigentlich verabscheue, aber ganz ganz selten kommen auch seine guten Seiten zum Vorschein und die sind echt alles andere als machohaft. Er sorgt sich z.B. rührend um seine Schwester, selbst wenn er das mit dem Beschützerinstinkt oft zu ernst nimmt. Er ist absolut loyal zu den Menschen die er liebt und er hat einen unbeugsamen Willen, der schon so einige Schicksalsschläge hingenommen hat ohne daran zu zerbrechen. Lässt Daemon also mal alle Maskeraden fallen ist er ein totaler Traumtyp, der es verdient hat angeschmachtet zu werden. Leider macht er bis zu diesem Punkt eine mehr oder weniger verehrende Wandlung durch, die auch an Katy nicht spurlos vorübergeht. ( Awww, dem kann ich einfach nur so zustimmen. Ich hatte die ganze Zeit total das Grinsen im Gesicht, weil Daemon einfach eine Nummer für sich ist. Man will ihn hassen, kann es aber nicht, weil er dafür doch zu charmant und witzig ist. Und wenn er dann erstmal seine guten Seiten zeigt, muss man ihn einfach lieben. Er hat viele Ecken und Kanten und verstellt sich nicht, außer es muss sein. Das mochte ich am meisten an ihm. Auch wie er sich um seine Familie kümmert ist einfach nur toll. Ein wirklich starker Charakter, der einen nicht so schnell wieder loslässt.)
Und damit komme ich auch schon zu dem weiblichen Part des Buches. Katy. Sie ist eine Einsiedlerin; sie macht gern ihr eigenes Ding und lässt sich wenig von Außenstehenden sagen. Nicht mal ihre Mutter kommt so wirklich an sie ran. Dem Leser ergeht es in dieser Hinsicht nicht anders. Anfangs versucht man ständig herauszufinden, was Katy eigentlich will und wer sie im Grunde ihres Herzens ist. (Das empfand ich nicht so. Ich wurde sofort warm mit Katy, verliebte mich in ihrem Humor, ihre Art und genau dieses einsiedlerische.) Da sie nach dem Tod ihres Vaters eine große Charakterveränderung durchmachte, ist es nur allzu verständlich, dass sie verschlossen, misstrauisch und leicht verletzbar ist. Sie scheint noch in der Schwebe zu verharren. Unsicher was sie mit der alten Katy anstellen soll und wie die neue Katy sich fühlt. Dieser Zwiespalt, den große Veränderungen im Leben manchmal auslösen, wurde phänomenal dargestellt. Ich mochte ihre Eigenheiten und glaube, dass ein perfektes Mädchen nicht so viel Geduld mit Daemon gehabt und so sehr um ihn gekämpft hätte, wie es Katy getan hat. Schlagfertig konnte sie Daemon in die Schranken weisen forderte ihn gleichzeit ständig heraus. Die beiden haben sich gegenseitig geheilt und zu besseren Menschen gemacht. (Da kann ich dir nur zustimmen. Die beiden schienen sich genau zur richtigen Zeit kennengelernt zu haben. Die inneren Konflikte verstand ich gut, weil sie so gut dargestellt waren.)
Katys Liebe zur Gärtnerei war eine abwechslungsreiche Facette an ihr, die ich als liebenswert empfunden habe. So häusliche Hobbys spricht man normalerweise nur Hausfrauen oder alten Mütterchen zu. Aber die Autorin hat diese sehr ruhige und entspannende Arbeit aufgegriffen und mir zumindest schmackhaft gemacht.
So und jetzt mal ernsthaft Leute, was ist denn bitteschön besser als eine buchbloggende Protagonistin?! Genau: Gar nichts! :D (Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht schwer, man wird sofort ins Geschehen geworfen und durch Katys Art irgendwie festgehalten, ich konnte so schnell nicht mehr aufhören zu lesen.Ich glaube das lag vor allem an Katys Charakter. Er war so vielschichtig, sie hat so viele verschiedene Seiten an sich, die sie total spannend machen. Gleichzeitig fühlte ich mich aber auch mit ihr verbunden, weil ich mich mit ihr identifizieren konnte. Und wahrscheinlich lag es auch an den Kabbeleien zwischen Katy und Daemon ;) Der Schreibstil ist ziemlich locker und hier im Schwabenland sagt man: sie sagt es wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Das fand ich ziemlich gut, weil es so alltagsnah war und es mir dadurch so vorkam, als wären alle meine Freunde und nicht nur die von Katy.) 
Einer der wichtigsten Nebenfiguren ist Dee. Sie ist die kleine Schwester von Daemon und muss folglich mit allen Frechheiten, die sich ein großer Bruder eben rausnimmt, leben. Also meiner Meinung nach ist sie eine gequälte Seele! ;D ihre offene und fröhliche Art bilden einen interessanten Kontrast zu Daemon düsterem Gemüt. Die beiden haben praktisch das gleiche durchgemacht, aber, anders als er, sieht Dee immer noch das Gute in der Welt und versucht positiv und ohne Vorurteile auf andere zuzugehen. Diese Eigenschaft finde ich sehr bewundernswert.
Die Handlung war durchgehend nervenaufreibend, gut durchdacht, authentisch – einer Fantasy-Geschichte entsprechend – und wunderbar romantisch. Trotz des vielen Hin und Hers zwischen Katy und Daemon bleiben die Nebencharaktere nicht auf der Strecke und jeder bekam seine eigene kleine Geschichte mit auf den Weg. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig, da beide Teile des Paares ja ein Leben davor gehabt haben. Der Spannungsbogen ist ungewöhnlich aufgebaut. Es gibt viele kleine Höhepunkte, die an den unerwartesten Stellen auftauchen und dann plötzlich wieder abflauen. So konnte ich bis zum Schluss keine Entscheidung, kein Ereignis und kein Wendung vorhersehen. Was gibt es eigentlich besseres? Zu sagen ich war ans Buchs gefesselt, erscheint mir als Untertreibung. Ich war mit Haut und Haaren gebannt und bin nach der letzten Seite in den Buchladen gerannt, um mir den zweiten Teil zu kaufen. (Heute kann ich dir irgendwie fast nur zustimmen :D Das finde ich besorgniserregend ;) Ich hab vorher noch nie ein Buch gelesen in dem es um diese Art von Wesen geht. Deswegen fand ich es noch spannender zu lesen. Die Autorin baut eine wunderbare Welt innerhalb unserer eigenen auf. Alles erschien mir vollkommen logisch und gut durchdacht, dass ich mich direkt im Geschehen befand. Die Spannung blieb dauerhaft erhalten und hielt mich bei der Stange, wie man so schön sagt.)

Somit komme ich zu meinem Fazit: absolut überragend, spannungsgeladen, authentisch, grandios und brillant! Ich liebe dieses Buch einfach und lege es euch wärmstens ans Herz. Es ist jeden Cent wert!

Fazit: Mit tollen Charakteren, viel Spannung und einer großen Portion Humor, schaffte es Obsidian mich vollkommen zu verzaubern. Der Roman nahm mich gefangen und spuckte mich erst wieder völlig zerkaut und am Ende mit den Nerven aus. Es lohnt sich! Ihr werdet nicht enttäuscht sein :)

Alles Liebe
Eure Schnee und Eure Rose

Donnerstag, 4. Juni 2015

Rezension: Gewitterherzen von Felicitas Brandt

Copyright: Carlsen im.press
 
Verlag: Carlsen im.press 
Seitenzahl: 436
Genre: Jugendbuch
Erscheinungstermin: 04. Juni 2015
Fazit: Nicht bummeln, sofort lesen und verlieben <3!



Auf Berlins Straßen, stoßen Eve und Nate eines Nachts aufeinander. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem der charmante Nate, die schüchterne Eve aus einer heiklen Situation rettet, nimmt er sie für diese Nacht mit zu sich nachhause. Doch Eve weiß nicht wo sie hin kann. Sie hat kein Zuhause, keine Familie, nur ihren Hund Jephta, der immer an ihrer Seite ist. Kurzerhand bleibt Eve bei Nate. Ihr Zusammenleben gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn beide haben mehr Geheimnise, als ihre Schultern tragen können. Eve lebt sich schnell bei Nate ein, lernt seine band What Ever! kennen, die das einzige zu sein scheint, das ihm etwas bedeutet. Nate jedoch weiß gar nichts über seine neue Mitbewohnerin, Eve will ihm einfach nichts sagen, er dringt nicht zu ihr durch. Jedoch scheint es Eve mit Nate genau so zu gehen.y
Als beide sich endlich füreinander öffnen, holen ihre Geheimnisse sie ein und plötzlich befinden sie sich in einem dunklen Strudel vor dem sie zu fliehen versuchen.

Auf das Buch hab ich mich schon lange gefreut. Der Klappentext klingt super und das Cover ist ja wohl mehr als wunderschööön.
Also rauf auf meinen Reader und los gelesen. Und Schwupps war ich fertig. Es ging so schnell, das war fast schon traurig. Auf einmal war es einfach so vorbei… Gemeinheit! Der Schreibstil von Felicitas Brandt ist genau so flüssig, leicht und atemberaubend wie in ihren anderen Büchern. Sie hat so eine humorvolle Art Dinge zu erzählen, weiß aber auch wann Ernsthaftigkeit angesagt ist und trifft somit immer genau den richtigen Ton für die Situation.
Nach Cover und Klappentext hatte ich jedoch etwas anderes erwartet. Ein eher leichter Sommerroman eben. Doch dem ist nicht so. Diese Geschichte hat mich umgehauen. Durch viele unerwartete Wendungen und Personen die machen was sie wollen bleibt die Erzählung durchgehend spannend und man kann das Buch gar nicht aus den Händen legen.
In Gewitterherzen geht es vor allem um das Leben auf der Straße, das Leben ohne Familie, ganz auf sich gestellt zu sein. Schwierige Themen, die jedoch authentisch und irgendwie leicht und verständlich erzählt werden. Es geht aber auch viel um Musik und wie schön das Leben ist. Die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft genau das perfekte Gleichgewicht zwischen harter Kost und Humor zu finden, sodass es die ganze Zeit über spannend bleibt. In der Mitte des Romans wird das Thema Religion aufgegriffen. Und zuerst dachte ich oh oh, sehr sehr schwieriges Thema. Denn jeder glaubt etwas anderes, es kann schnell zu viel werden und bekehrt werden will ich auch nicht. Felicitas Brandt hat es aber geschafft, das Thema einfach locker und flockig nebenher in die Geschichte einfliesen zu lassen. Zu keiner Zeit hab ich mich davon gestört gefühlt, es ist wirklich gut gemacht und verleiht der Geschichte sogar noch mehr Komplexität und vor allem Authentizität.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Während Eve ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, schildert die Autorin Nates Sicht aus der dritten Person. Das hat mir gut gefallen, weil ich so viel mehr von den Beiden erfahren habe, jedoch nie verwirrt war, wer den gerade spricht und um wen es geht. Zu Eve konnte ich dadurch ein engeres Verhältnis aufbauen, auch wenn sie mir am Anfang unnahbar vorkam, hab ich sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, je mehr ich jedoch in die Geschichte kam, desto mehr hat auch Eve sich mir eröffnet und plötzlich verstand ich alles. Eve braucht einfach ein bisschen Zeit, doch hat sie sich dann erst einmal dem Leser geöffnet, kann man gar nicht anders als sie zu lieben.
Ähnlich geht es einem mit dem charmanten Musiker Nate. Er ist einfach der BadBoy den man mögen muss. Er hilf Eve ohne sie zu kennen, nimmt sie bei sich auf und kümmert sich um sie. Allein dafür musste ich ihn einfach lieben. Zuerst dachte ich jedoch oh nein, nicht schon wieder ein Bad Boy, doch mit der Zeit kommt der ganze Komplexe Charakter zum Vorschein.
Auch die Nebencharaktere sind toll gezeichnet und ausgearbeitet. Jeder hat seine eigene Geschichte und fügt sich in das Puzzle. Alle Teile zusammen ergeben ein wunderschönes Bild aus dem ich am liebsten gar nicht mehr auftauchen wollte.
Aber der alllerallllertollste Charakter ist Jephta! Eves riesengroßer wundervoller Hund. Wenn ich könnte würde ich ihn heiraten, ernsthaft! Er ist immer da, weiß immer was sie braucht und beschützt seine Herrin einfach nur. Jephta hat für mich ein Stück Herzlichkeit in die Geschichte gebracht und sie damit abgerundet.


Fazit: Alles in allem ist „Gewitterherzen“ ein wundervolles Sommerbuch, das ich nur empfehlen kann. Mit den tollen, vielschichtigen Charakteren, der komplexen Handlung und dem flüssigen, humorvollen Schreibstil ist es der Autorin gelungen ein ernstes Thema sehr gut und vor allem authentisch darzustellen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und leider war es viel zu schnell zu ende. Lesen, lesen, lesen!!!