Mittwoch, 30. April 2014

Rezension zu Asche und Phönix von Kai Meyer



 

Ständig wechselnde Wohnungen die ihr nicht gehören. Ständig wechselnde Aushilfsjobs, es gibt kaum Beständigkeit in Ashs Leben, außer eine: unsichtbar bleiben. Als sie gerade im Zimmer des berühmten Schauspielers Parker Cale steht um ihn auszurauben taucht dieser plötzlich auf. Und dann hat sie ihn an der Backe. Leider, denn wie soll man unsichtbar bleiben wenn einem der momentan berühmtesten Schauspieler der Welt an den Fersen hängt? So schnell wie möglich will Ash Parker, der keine Lust mehr auf den ganzen Trubel um seine Person hat, loswerden. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Denn nicht nur die Presse scheint hinter ihnen her zu sein, sondern auch Chimena. Parkers „Bodyguard“. Auf der Flucht vor dem Rest der Welt lernt Ash nicht nur Parker besser kennen sondern auch eine Welt von der sie bis vor kurzem nicht mal wusste, dass sie existiert. Denn Parker scheint nicht nur körperlich süchtig nach Ruhm zu sein sondern auch  Bodyguards zu haben die gar keine Menschen sind. Aber was ist Chimena dann? Um das herauszufinden begibt Ash sich immer weiter in ein Netz voller Lügen die Parker bisher sein Leben nannte und als ob das nicht schon genug wäre, werden sie auch noch von einem Wesen verfolgt, dass ihnen offensichtlich nach dem Leben trachtet. Schon wenige Tage nach Beginn der Reise können die beiden nur noch mit Mühe entscheiden was Lüge und was Wahrheit, wer Freund und wer Feind ist. Oder besser gesagt wer Mensch ist und wer nicht.

Ich bin ein großer Kai Meyer Fan und freute mich daher sehr als ich das Buch gewann uns es sogar signiert war. Jedoch muss ich sagen, dass mich das Buch dann etwas enttäuscht hat. Aber vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu groß. (Ich habe ebenfalls schon viele Bücher von Kai Meyer gelesen und lieben gelernt. Die Mischung aus Gegenwart, Fantasy und aufregender Reise ist eine unschlagbare Mischung. Im Normalfall. Wie Schnee, war dieses Buch für mich mit großen Erwartungen gespickt, aber haben sich die nicht ganz bewahrheitet.) 
Aber zuerst mal das Gute:
Kai Meyer schmiss mich sofort in die Handlung ohne groß drum herum zu reden, das gefiel mir gut, da ich sofort in der Handlung war. Der Schreibstil war wie immer flüssig und leicht und trug mich nur so dahin. Er ist wie immer genau so bildhaft wie auch nüchtern, nichts wird überflüssig beschrieben oder übertrieben ausgeschlachtet. Der Schreibstil passt perfekt zu der Art von Ash. Trotz des auktorialen Erzählstils den der Autor auch schon in der „Arkadien-Trilogie“ verwendete, waren die Gefühle gut dargestellt. Außerdem machte er es mir möglich Parker und Ash zu gleichen Teilen kennenzulernen. (Den Schreibstil fand ich ähnlich gut. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Kai Meyer trieb die Geschichte voran, ohne sich mit unnötigen Ausschmückungen aufzuhalten. Auch die spannungsreicheren Szenen waren gut ausgearbeitet und haben mir die Situation klar vor Augen geführt. Ash fand ich dabei als Protagonistin sehr sympathisch. Ihre freche und ehrliche Art hat mich schnell für sich eingenommen. Genauso erging es mir zu Anfang mit den Nebencharakteren, bzw. mit den vielen Personen, die im Laufe des Buches auftauchen. Eine große Anzahl an Handlungssträngen fesselt meinen Verstand, weil ich dann unbedingt den Überblick über alles behalten möchte und alles genau verstehen will. Doch dieser zu Beginn spannungsfördernde Teil wurde irgendwann lästig, da den einzelnen Charakteren auf die Dauer nicht gerecht wurde. Alles vermischte sich zu einer großen grauen Masse, die sinnlos zusammengewürfelt schien. Nur Ash mochte ich durchgehend.)
Ash lebt schon eine ganze Zeit lang alleine und schlägt sich eben so durchs Leben. Bisher kam sie ganz gut klar, da ist Parker ein ungebetenes Ärgernis. Die ausgeflippte aber auch nüchterne Ahs gefiel mir sehr gut und war von Kai Meyer sehr gut gezeichnet. Jedoch war mir ihre Vergangenheit, alles was vor Parker war, zu sacht dargestellt, ich mag es einfach wenn ich das Gefühl habe die Personen in Gänze zu kennen. Das richtige Gefühl für sie bekam ich leider nicht, egal wie sehr ich  ihre Art auch bewunderte. Vor allem, dass sie fotografiert aber die Bilder nicht behält finde ich irgendwie toll. Ähnlich erging es mir mit Parker, wobei er leichter zu fassen war. Seine Familienverhältnisse sind total zerrüttet. Die Mutter tot, mit dem Vater hat er erst vor kurzem gebrochen. Doch genau dieser scheint seine Hilfe zu brauchen und da Parker weiß, dass er der Einzige ist der ihm Antworten geben kann versucht er ihm zu helfen. Bis er die absurde Wahrheit hört. (Bei den Protagonisten hatte ich das gleiche Problem, wie Schnee. Die Charaktere hatten beide – Parker und Ash – einen guten Start in dem Buch, sie wirkten auf mich wirklichkeitsgetreu und ich konnte einen persönlichen Bezug zu den Ängsten und Sorgen der beiden aufbauen, aber diese Authentizität ging irgendwann auf dem Weg verloren. Die Geschichte verstrickte sich selbst in seiner Handlung und viele Ereignisse bekamen einen fahlen Beigeschmack. Vor allem, weil ich das Gefühl bekam, dass viele Einzelheiten, die zu bestimmten Enthüllungen geführt haben, gezwungen klangen. Darunter litten dann sowohl die Dialoge als auch die Charaktere an sich. Eine so in sich verworrene und unglaubwürdige Handlung kenne ich von Herr Meyer nicht. Normalerweise besticht er durch seine perfekte Balance zwischen Fantasy und Realität - Schade!)  Kai Meyer macht Ruhm zur Nahrung eines bösen Wesen, das auf der ganzen Welt Packte mit verschiedenen Menschen geschlossen und ihnen so zu Ruhm verholfen hat. Leider vermisste ich die Tiefe der Geschichte. Irgendwie eröffnete sich die Welt um dieses Wesen und auch die Sukkubi, die auch auftauchen, nicht wirklich. Oft fand ich die Handlung eher unlogisch als schlüssig und ich merkte wie sie mich einfach nicht fesseln konnte, zu oberflächlich angekratzt wurde. Die bisherigen Bücher die ich von Kai Meyer gelesen habe besitzen immer einen kleinen Hauch von Magie. Ein Knistern das mich zwischen den Seiten gefangen hielt und nicht mehr losließ. Asche und Phönix besaß diese Magie leider nicht und lies mich leer zurück. (Mit diesem besonderen Knistern lässt sich noch mal gut beschreiben, was ich oben bereits erwähnt habe. Die kontinuierliche Entfremdung durch die vielen Lücken und Ungereimtheiten nahmen mir die Lust am Lesen.)
Ein kleiner Lichtblick war Lucien. Sein Charakter schien das zu besitzen was ich in der Handlung vermisste, den gewissen Glanz der mich ans einen Lippen hängen ließ. Er schien einfach  wahrhaftig zu sein und kein bisschen aufgesetzt.

Fazit: Leider musste ich mich etwas durch die Handlung quälen, da ich mich einfach nicht mit ihr anfreunden konnte. Auch die Charaktere blieben mir die meiste Zeit verborgen und ich bekam sie nicht zu fassen. Der Schreibstil war jedoch leicht und locker und brachte mich dazu bis zum Ende zu lesen. Asche und Phönix bekommt 2,5 von 5 Schneeflocken, nichtsdestotrotz freue ich mich auf alle weiteren Bücher von Kai Meyer und hoffe, dass sich euch das Buch vielleicht besser gefällt als mir :)

Fazit: Trotz des guten Starts, kann ich leider nicht über die vielen Kritikpunkte hinwegsehen, die mir das Buch zu einer lästigen Pflicht haben werden lassen. Auch Ash, als gute Protagonistin, und der flüssige Schreibstil, konnten die immer schlechter werdende Handlung nicht wettmachen. Ich vergebe daher nur magere 2,5 von 5 Rosen. Nicht mal eingefleischten Meyer-Fans (ich gehöre auch dazu) würde ich dieses Buch empfehlen, aber dafür alle anderen Geschichten von ihm. Asche und Phönix ist wirklich kein Paradebeispiel für seine Erzählkunst. 

Zum Buch auf amazon.de
Homepage des Autors
Seite des Verlags (Carslen)


Alles Liebe
Euer Schneeweißchen und Eure Rosenrot

Sonntag, 27. April 2014

Sonntagsschmankerl: Black Dagger Brotherhood (Buchempfehlung/en)



J. R. Ward ist die paranormal Romance Königin schlechthin. Vielleicht kennt eine oder sogar einer unter euch die Reihe, um die Bruderschaft der Black Dagger. Sie sind eine Art "Gang" die seit Jahrhunderten gegen die Gesellschaft der Lesser kämpfen. Die Brüder sind Vampire - durch Geburt - und die Lesser sind ihre erbittersten Feinde, da sie die Ausrottung der Vampire als ihre Lebensaufgabe betachten. Logisch, dass die Krieger der Bruderschaft das nicht so toll finden.
Alle Brüder sind ausnahmslos Krieger erster Güteklasse, wenn auch seelisch angeschlagen. In der Buchreihe von Frau Ward beschäftigen sich jeweils zwei Bücher mit einem der Brüder.
Folgende Brüder stehen zum Anhimmeln zur Auswahl.
Stand in Buch 1: Warth - der Anführer und zukünftiger König/letzter lebender reinrassiger Vampir, Rhage - auch Hollywood genannt, wegen seines adonisartigen Aussehens und seiner großen Klappe, Zsadist - das seelische Wrack, Thorment - der geerdete Krieger und die rechte Hand von Wrath/in vielen Situationen die Stimme der Vernunft, Vishous - das Comuptergenie und vielleicht der Gefährlichste von allen/hat eine leuchtende Hand mit der Menschen killen kann und Phury - Zwillingsbruder von Zsadist und ein gutassehender Gentleman, der gelegentlich an einem Joint zieht.

Sie alle haben ihre kleine Eigenarten und leben gemeinsam in einem großen Haus. Wenn sie nicht gerade Lesser jagen, verlieben sie sich in die Frau ihres Lebens oder kämpfen mit ihrer Vergangenheit.
Aber nicht nur die Brüder stehen während der Handlung im Vordergrund, sondern auch die nächste Generationen an Kämpfern, die High Society der Zivilisten unter den Vampiren, die ihre ganz eigenen Ansichten zum Krieg haben, und sogar aus der Sicht des Feindes gibt es in jedem Buch ein paar Ausschnitte zu lesen.
Sie sind alle einfach großartig und die Geschichte drumherum ist sogar noch besser, falls das überhaupt möglich ist.
Ich kann euch die Bruderschaft der Black Dagger nur wärmstens ans Herz legen. Der Suchtfaktor ist extrem hoch.
Aber ACHTUNG: Diese Serie ist nichts für den kleinen Geltbeutel oder für Zwischendurch.
Bisher sind stolze 22 Romane und ein Guide zu der Geschichte veröffentlicht worden und mehr ist laut der Autorin in Produktion. Ein Buch kostet so um die 8-9€.
ABER: Es lohnt sich! :)




Damit einen schönen Rest-Sonntag
Eure Rosenrot

Dienstag, 22. April 2014

Rezension zu Die Pan-Trilogie, Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan


(Quelle: weltbild.de)

Weiterhin steht Felicity unter Mordverdacht, was es nicht gerade einfacher macht die Auserwählte der Elfenwelt zu sein. Da hilft es ihr auch nicht wirklich, den gut aussehenden Lee an ihrer Seite zu haben, der alles tut, um die wahren Mörder zu finden und Fays Leben so einfach wie möglich zu machen. Jedenfalls denkt sie das, bis er eines Tages zu einem mysteriösen Auftrag abkommandiert wird und Felicity merkt wie sehr Lee nicht nur in ihrem Leben verankert war sondern auch in dem ihrer Freunde. Aber immerhin hat sie ja noch Richard Cosgrove, den überaus attraktiven Schauspieler, oder? Als sie in Versaille direkt am Hofe landet, hilft ihr der jedoch auch nicht wirklich weiter. Doch zum Glück taucht Ciaran, Lees Cousin, auf und hilft ihr aus der brenzligen Situation. Und plötzlich scheint er Lees Platz eingenommen zu haben und weicht ihr nicht mehr von der Seite, ganz zu Fays Missfallen. Aber wo bleibt Lee nur so lange? Ihm wird doch nichts passiert sein?

Begeistert vom ersten Teil musste ich gleich danach den zweiten Teil der tollen Pan-Trilogie lesen. (Neugierig war ich auch, wie es denn im zweiten Teil weitergehen würde. Da der erste Band mit einem Cliffhanger endete, war ich froh, den zweiten gleich im Anschluss lesen zu können.) Sandra Regniers Schreibstil ist genau so toll wie im ersten Band und ich war sofort in der Handlung, nachdem der erste Teil ja so abrupt und spannend geendet hatte. Die bildhafte und anschauliche Erzählweise hielt mich das ganze Buch lang in ihrem Bann und sorgte dafür, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. (Mir war der Schreibstil der Autorin zu platt und hohl gehalten. Aktive Szenen, in denen wirkliche Handlung stattfindet, gelingen Sandra Regnier richtig gut, aber sobald das Buch etwas Tiefe zu gewinnen scheint, wird alles recht schnell und unbefriedigend abgehandelt, wie eine volle Einkaufsliste nach Feierabend im nächstgelegenen Supermarkt. An vielen Stellen habe ich mir mehr von Felicitys Gedanken gewünscht, bzw. einfach eine ausführlichere Beschreibung der Szene. Durch den langen Handlungszeitraum verzerrt sich die Geschichte auch etwas. Dadurch gewinnen bestimmte Schlüsselstellen an Intensität, aber da viel Leerlauf zwischen ihren Zeitreisen oder Jungsgeschichten liegt, in dem sie einfach nur den Schulalltag bestreitet, war ich zeitweise gelangweilt und schweifte mit meinen Gedanken ab. Ein paar Logikfehler sind mit ebenfalls aufgefallen, die der Geschichte ihre Glaubwürdigkeit streitig machen. So unternimmt Felicity zum Beispiel eine Zeitreise ins Frankreich der Marie Antoinette ins Schloss Versaille. Dort ist es ihr nach ihrer holprigen Ankunft sofort möglich sich gut an die dortige Gesellschaft anzupassen und dem Verhalten der vergangen Zeit zu entsprechen. Das machte für mich keinerlei Sinn. Allerdings muss ich erwähnen, dass die Wendungen der Geschichte gut gelungen sind und damit die Stütze des ganzen Buches darstellen. )
Die Charaktere bekommen in Band zwei etwas mehr an Tiefe und viele neue kommen hinzu. Hatte ich zwar viele Charaktere in vorherigen Buch schon kennen und lieben gelernt, war Band zwei trotzdem einige Geheimnisse die ich so nicht erwartet hatte und vor allem Ruby wuchs mir noch mehr ans Herz. Aber auch Ciaran lernte ich besser kennen, auch wenn ich immer noch nicht weiß, ob er zu den Guten oder den Bösen gehört. Da bleibt die Autorin mysteriös. Felicity verwandelt sich in diesem Buch noch mehr als sie es bisher schon getan hatte. Wird selbstständiger und scheint herauszufinden was sie will und vor allem, dass sie kein Loser ist, was wir anderen natürlich längst wussten ;). Damit hat sie mich sehr beeindruckt und ich fand die Botschaft total gut und einfühlsam von der Autorin übermittelt. Ihre Familie hingegen fang ich immer an weniger zu mögen, die schießen ja total den Vogel ab, leider befürchte ich, dass das nicht alles gewesen ist und da noch was kommen wird.
(Im ersten Band war ich von der Protagonistin noch sehr fasziniert. Sie war keine typische Heldin mit ihren zu vielen Speckröllchen, ihrer Schlagfertigkeit und den verzottelten Haaren. Aber leider hatte ich das Gefühl, sie hat sich auf dem Weg zu ihrem Traumgewicht irgendwie selbst verloren. Ständig ist sie am rummeckern und stänkern, was ich von ihr nicht gewohnt bin. Am meisten aber musste ich die Augen über ihren extremen Männerverschleiß verdrehen. Nicht, dass sie mit jedem rummacht  – das ist ganz und gar nicht der Fall –, doch steht einfach jedes männliche Wesen, das in der Handlung auftaucht, auf sie. Das ist nicht nur anstrengend sondern auch unglaubwürdig, Auserwählte hin oder her. Ihr Mitschüler, den sie im ersten Teil geküsste hat, band sie durch diesen Kuss ans sich: Ok. Aber auch ALLE übernatürlichen Wesen?- Lächerlich.

Während Felitcity also für mich immer unsympathischer und hohler wurde, muss ich Schnee beipflichten, was die Nebencharaktere angeht. Diese bekamen einen komplexeren Charakter und gewannen von Seite zu Seite an Wichtigkeit in der Handlung. Ciaran hat mich dabei am meisten überrascht. Anfangs war für mich ziemlich klar, dass er der Bad Boy der Geschichte ist, aber bis zum Ende gibt es dafür keinen wirklichen Beweis. Das machte ihn für mich zu einem interessanten Rätsel, das hoffentlich im letzten Teil aufgeklärt wird. Die Clique um Felicity wird ebenfalls interessanter. Ruby scheint ein Geheimnis zu haben und Paul, ebenfalls ein Mitschüler von Felicity, der mit ihr ausgehen will, wird ein Stückchen ins Zentrum des Geschehens gerückt.)
Aber auch die Elfenwelt ist wunderbar dargestellt, auch wenn ich mir die Elfen etwas anders vorgestellt hatte. Weniger koboldartig, mehr hilfsbereit. Aber ich glaube genau diese Klischees sollten damit aus der Welt geschafft werden. Die Autorin schafft es mit ihrer tollen Art die neue Welt super darzustellen, sodass ich mir alles total detailgetreu vorstellen konnte und sofort im Elfenreich versunken war. (Ging mir auch so. Besonders die Beschreibungen des Elfenpalastes wurden mit guten Vergleichen bedacht, sodass man sich die Kulisse leicht vorstellen konnte)
Ein kleiner Wermutstropfen war es für mich, das Lee die meiste Zeit nicht mit Fay verbringen kann. Mir hat die lockere Art gefehlt mit denen die Beiden miteinander umgehen. Zwar wurde es nie langweilig, sondern blieb die meiste Zeit über sogar spannend, doch Lees Art fehlte einfach, Richard und Ciaran konnten den charmanten Halbelf einfach nicht ersetzen, egal wie sehr sie sich auch anstrengten. Das Knistern, das mich am ersten Band so beeindruckt hatte, fehlte einfach. Gegen Ende wurde es jedoch besser auch wenn ich dann manchmal das Verhalten verschiedener Personen komisch und ziemlich überraschend fand. (Da kann ich nur zustimmen. Man merkte erst wie unterhaltsam das Buch mit Lees‘s ständigen Flitereien und den Schlagabtauschen mit Felicity war, als er für den Großteil des Buches verschwand. ABER: Dadurch konnte sich die Beziehung zwischen Lee und Fay grundsätzlich verändern, denn sie musste sich eingestehen, dass ihr Lee vielleicht doch mehr bedeutet als sie immer behauptete.)
Häppchenweise erfährt man mehr über die Zeitreisen, Avalon und die Elfen, doch das war mir oft zu wenig. Die Handlung zog sich etwas dahin und man kam nicht wirklich voran, wartete nur darauf, dass Lee endlich wieder auftaucht, obwohl die Handlung eigentlich die ganze Zeit weiterläuft. (Genau. Die Spannung nahm gegen des Ende des Buches zu, aber auch die Frustration, durch die nie enden wollende Suche nach Lee.)

Fazit: Alles in allem ein guter Band zwei der  nur wenig hinter dem ersten steht. Jedoch fehlte Lees Art total und manchmal fand ich, dass die Handlung sich in die Länge zog. Nichtsdestotrotz, bringt der tolle Schreibstil der Autorin und die Tiefe der Charaktere einen dazu nicht mit dem Lesen aufhören zu wollen und ich konnte nicht anders als mit Felicity jede Seite mehr und mehr mitzufühlen. Für Fans ein absolutes Muss. Für unentschlossene eine Lesempfehlung! Von mir bekommt Pan 2 wundervolle 3,5 von 5 Schneeflocken.

Fazit: Wie die meisten zweiten Teile von Trilogien, war dieser Band auch enttäuschend im Vergleich zu dem guten Auftakt, aber dennoch lesenswert. Zwar schwächelt die Geschichte an vielen Stellen, aber im Großen und Ganzen kann man einen nennenswerten Handlungsstrang erkennen, der dem Leser Lust am Weiterlesen macht. Allein weil man Lees Gesicht sehen will, wenn Felicity ihn – die Jungfrau in Nöten ;) – rettet. Teil 2 bekommt von mir solide 3 von 5 Rosen. Dranbleiben lohnt sich. 

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Alles Liebe
Eure Schneeweißchen und Eure Rosenrot

Sonntag, 20. April 2014

Buchvorstellung: Mächtiges Blut von Sandra Florean + Interview

Einen wunderschönenen Ostersonntag an alle! 

Heute möchten wir euch nicht nur "Mächtiges Blut" von Sandra Florean vorstellen sondern haben auch noch ein Interview mit ihr geführt, dass wir euch präsentieren können :)


"Mächtiges Blut" ist der erste Band einer Reihe. Band 2 "Bluterben" baut darauf auf und erscheint voraussichtlich im Oktober 2014, Band 3 "Gefährliche Sehnsucht" erscheint als Einzelband voraussichtlich im April 2015.

(Copyright: BookshouseVerlag)


Worum geht es?
Im Mittelpunkt stehen der Vampir Dorian und die sterbliche Louisa. Als die beiden sich das erste Mal begegnen, reagiert Louisa wider Erwarten nicht so, wie der weltmännische Dorian es gewohnt ist. Doch das spornt ihn nur noch mehr an, Louisa auch ohne seine Vampirmagie von sich überzeugen. Louisa allerdings hat gerade ein schlimmes Erlebnis zu verarbeiten und ist sowohl von Dorians selbstbewusstem Auftreten als auch von seinem offensichtlichen Reichtum eingeschüchtert.
 

Klappentext:
Die junge Louisa wird seit einem Überfall von Angstzuständen geplagt und hat das Gefühl, ihr Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Als sie den geheimnisvollen Dorian kennenlernt, ahnt sie zunächst nicht, was sich hinter seiner schönen und wohlhabenden Fassade verbirgt. Hartnäckig erobert er ihr Herz, doch schon bald gerät sie in die Fänge seiner Feinde: Vampire, die es auf sein einzigartiges, mächtiges Blut abgesehen haben. Wird sie diese neuerlichen Schrecken überstehen oder wieder dem Alkohol verfallen? Vielleicht sollte sie sich lieber an den sterblichen Eric halten, der weit mehr für sie empfindet, als sie ahnt? Oder sollte sie Dorian vertrauen und in seine düstere Vampirwelt eintauchen, um für ihre Liebe zu kämpfen und hinter das Geheimnis seiner Macht zu kommen?

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Wie schon angekündigt, durften wir auch ein Interview mit der total interessanten und netten Autorin führen:

Vielen Dank, dass du uns ein paar Fragen beantwortest :)


1.Vielleicht stellst du dich erst mal kurz vor, falls es da draußen noch Menschen gibt, die dich noch nicht kennen :)



(Copyright: Sandra Florean)

Okay, also, mein Name ist Sandra Florean, ich bin eine echte Kieler Sprotte (den norddeutschen Dialekt dürft ihr euch gerne dazu denken) und lebe auch noch immer in der Nähe der schönen Landeshauptstadt. Ich bin viel älter, als ich sein möchte, habe zwei Kinder, die mir Freude und Frust zugleich sind (wer Kinder hat, kann das nachvollziehen) und habe eigentlich immer zu viele Ideen für die viel zu wenige Zeit, die mir am Tag zur Verfügung steht.
Ich habe zwar eine klassische kaufmännische Ausbildung gemacht, brauchte aber stets ein Ventil für meine kreative Energie. Deshalb habe ich mich vor neun Jahren als Kostuemschneiderin für historische und fantastische Kleider selbstständig gemacht. Noch heute gehe ich jeden Auftrag mit der gleichen Begeisterung an und freue mich, wenn die Kunden zufrieden sind und mich mit tollen Fotos belohnen.
 

2.Dein Buch, das kürzlich im bookshouse Verlag erschienen ist, handelt, wie oben erwähnt, von dem Vampir Dorian und der sterbliche Louisa. Wie kamst du auf die Idee? Liest du selbst nur Vampirbücher oder fühlst du dich gar mit den dunklen Wesen verbunden?
 
Ich muss gestehen, dass, bevor ich mit der Geschichte um Dorian und Louisa begann, die Bücher von Anne Rice meine einzige Quelle an Vampirromanen waren. In all diesen Büchern ist Lestat de Lioncourt der Held und hat mich in seinen Bann gezogen. Schon damals hab ich mir vorgenommen, selbst mal einen Vampirroman zu schreiben und "meinen eigenen" Vampir zu kreieren. Doch lange, lange hat´s gedauert, bis die zündende Idee geboren war.
Sie kam mir, als ich entdeckt hatte, dass es neben Lestats Geschichten noch viele andere tolle und nicht so tolle Vampirromane gab. In einem dieser Romane wurden, ich nenn das jetzt mal „Besonderheiten“ nicht weiter erläutert. Warum auch immer, aber das hat bei mir den Schalter umgelegt. Die Ideen flossen förmlich und geboren war mein Dorian. Über seine „Besonderheiten“ habe ich sehr intensiv nachgedacht und, so hoffe ich zumindest, plausible Erklärungen gefunden.
 

3.Mit welchem Charakter aus deinem Buch fühlst du dich am verbundensten? Wieso?

Dorian. Definitiv Dorian! Er ist, wie ich gerne wäre. Fährt die Autos, die ich gern hätte, ist so selbstgefällig und rücksichtslos, wie ich mich nie trauen würde zu sein. Er erlebt all die Abenteuer, die ich auch erleben möchte. Ich bewundere ihn dafür, dass er nach allem, was er in seinem langen Dasein Schreckliches erlebt hat und noch erleben wird, das Leben noch immer leicht nimmt. Ich mag auch Louisa und Eric und all die anderen, die noch kommen werden. Aber Dorians Sicht ging mir von Anfang an leichter von der Hand.
 

4.Wir haben gehört, dass du in einem Verein bist, der sich ab und zu in die Vergangenheit begibt, was genau macht ihr da und bekommst du von dort vielleicht auch einige Ideen?
 
Historische Kostüme sind eine Leidenschaft von mir. Und so habe ich mich mit ein paar Freunden zusammengetan und die "Historischen Lustwandler" gegründet. Wir treffen uns in Gewandungen des Barock, Rokoko oder Empire und gehen zusammen in Museen, auf Feste, veranstalten Picknicks oder nehmen an historischen Veranstaltungen wie Bällen etc. teil. Ideen bekomme ich da natürlich jede Menge. Doch gerade weil ich so tief in der Materie drin stecke, scheue ich noch davor zurück, einen historischen Roman zu schreiben. Denn die Recherche dafür wäre enorm, da ich als Perfektionistin den Anspruch hätte, es „richtig“ zu machen. Und das gibt meine wenige Zeit im Moment leider einfach nicht her. Aber wer weiß … ;)
 

5.Kannst du überall schreiben oder gibt es Orte/Zeiten/Gemütszuständen, in denen du am liebsten schreibst?
 
Wenn ich Ruhe um mich herum habe, kann ich überall schreiben. Und auch zu jeder Zeit, da ich generell immer Ideen im Kopf habe.
Komischerweise bin ich, denke ich, die einzige Autorin, die nicht mehr schreiben kann, sobald sie Alkohol getrunken hat.
 

6.Wolltest du schon immer Schreiben oder kam das einfach so?

Ich hab eigentlich immer geschrieben. Als Jugendliche haben meine beste Freundin und ich uns Abenteuer-Geschichten ausgedacht und sie abwechselnd erzählt und nachher sogar aufgeschrieben. Das war toll. Ich hab einen ganzen Ordner voller alter Geschichten. Manche sind im Ansatz wirklich gut, aber voller jugendlicher Naivität ;)
Das Leben selbst hat mich dann eine ganze Weile vom Schreiben abgehalten, und ich konzentrierte mich auf meine Familie, was auch manchmal Einiges an Kreativität erfordert ;)
 

7.Wenn du einen Tag in die Welt eines Buches reisen könntest, welche wäre das?
 
Ich glaube, ich brauchte mehrere Tage - oder zumindest mehrere Bücher! "Die unendliche Geschichte" wäre eine tolle Reise, aber ich würde auch gerne mal Lestat auf seinen verrückten Abenteuern begleiten. Und mir Jamie aus "Feuer und Stein" krallen. Und mit der "Bruderschaft der Blackdagger" Lesser töten. Scarlett O´Hara treffen und mir ihre Kleider genauer angucken, hätte auch seinen Reiz ;) …
 

8.Ich bin ganz verrückt nach ...?
   
Spontan: Vampire Diaries und Damon Salvatore!
Überlegt: Schokolade


9.Was/Wer ist dein/e,

  • Lieblingsbuch? da gibt es viel zu viele ...
  • Lieblingsband? HIM und Limp Bizkit
  • Lieblingsfilm? Marie Antoinette mit Kirsten Dunst, Vom Winde verweht, Iron Man
  • Lieblingsserie? Vampire Diaries
  • Lieblingsautor? Anne Rice, J.R. Ward, Laurell K. Hamilton, usw.
  • Lieblingsobst oder Gemüse? Erdbeeren (mit Vanillesoße, aber das ist ja kein Obst), Rotkohl (kann ich sogar im Sommer essen)
  • Lieblingsgetränk? Sektchen
  • Vorbild? Anne Rice - weil sie einen Assistenten hat! Und Stephen King, weil er nicht aufgegeben hat, als der Nagel, mit dem er seine Absagen an die Wand geheftet hat, dem Gewicht nicht mehr standhalten konnte.
 
10. Was wird uns von dir als Nächstes erwarten? Neue Projekte?
 
Im Oktober 2014 wird "Bluterben", Band 2 der Nachtahn-Reihe erscheinen, im April 2015 folgt dann voraussichtlich Band 3 "Gefährliche Sehnsucht". In Band 2 und 3 werden mehr feste Charaktere dazu stoßen, wobei Dorian natürlich nie ganz in den Hintergrund treten wird. Wenn die Leser dann noch mögen, was ich ja hoffe, wird es hoffentlich auch einen Band 4 geben. Und vielleicht mal einen Einzelband über Dorian oder einen der anderen Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind? Lust hätte ich da auf jeden Fall zu. Doch hängt es natürlich von den Lesern ab.


Außerdem arbeite ich an einer Reihe über eine junge Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten mit dem Arbeitstitel "Seelenspringerin". In einer Welt, in der Vampire, Gestaltwandler und andere übernatürliche Wesen zur Tagesordnung gehören, fällt meine Hauptfigur dennoch auf. Denn, obwohl durch und durch menschlich, verfügt sie über eine besondere Gabe. Und gehört damit weder in die Welt der Menschen noch in die Welt der Monster. Ein Fantasy-Krimi mit erotischen Elementen, der bald auf die Reise zu einer Agentur gehen wird. Drückt mir die Daumen ;)
 

11.Was ich schon immer einmal sagen wollte:


An dieser Stelle möchte ich mal einen ganz lieben Freund zitieren: "Man kann nur bereuen, was man nicht getan hat."







Mehr über Sandra Floren gibt es hier:



Nochmal vielen Dank für das tolle Interview!!! Und bei Damoon Salvatore und den Black Daggern wird doch jeder schwach ;)

Liebst, eure Schwestern Grimm <3

Mittwoch, 16. April 2014

Rezension zu Die Pan-Trilogie, Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan



(Quelle: weltbild.de)

Die 18 jährige Felicity Morgan ist tollpatschig, pummelig und riecht oft nach Whiskey. Zu spät zur Schule kommt sie auch dauernd, denn ihre Mutter hat einen Pub, in dem sie oft bis spät in der Nacht helfen muss und morgens reicht es ihr dann meist nicht mehr zum Duschen. Ihre Mitschüler nennen sie deswegen nur City, die stinkende Stadt. Trotzdem versucht sie so gut wie möglich mit ihrem Alltag fertig zu werden und in der Schule mitzuhalten, denn irgendwann will sie sich ihren Traum erfüllen und Lehrerin werden. Der neue Mitschüler Leander FitzMor, kurz Lee, scheint genau das Gegenteil von ihr zu sein. Er sieht gut aus, ist immer perfekt gestylt, hervorragend in der Schule und bei allen beliebt. Nach einem missglückten Start, will sich Felicity nur noch von Lee fern halten, den er scheint zum Starclub zu gehören, welchen sie nicht leiden kann. Aber Pustekuchen, Lee lässt sie nicht in Ruhe und setzt sich sogar in jedem Fach neben sie. Doch er hat ein Geheimnis zu verbergen, denn er ist auf der Suche nach der Retterin der Elfenwelt.

Ich bin durch andere Blogger auf das Buch aufmerksam geworden und hab nur gutes gehört, das hat mich natürlich neugierig gemacht und so dauerte es nicht lange und ich hatte es auf meinem Reader. (Ich kam durch amazon.de auf das Buch. Erschienen beim eBook-Verlag Carlsen Impress, wurde mir das Buch als Buchempfehlung angezeigt bei der wöchentlichen Email-Post. Ich habe schon mehrere Elfenbücher gelesen, aber da Elfen momentan nicht im Trend liegen, bin ich froh über jedes Buch, das in der Richtung erscheint. Aber leider, wie es bei den meisten Büchern so ist, kam mir immer ein Buch von einer Reihe dazwischen. Wie auch immer, ich fing mit freudiger Erwartung an zu Lesen.)  In das Buch kam ich total schnell, die Autorin machte es mir da wirklich einfach. (Da kann ich nur zustimmen. Das Lesen an sich war locker flockig leicht und die Seiten flogen nur so dahin.) Es beginnt mit einem kurzen Einblick in Lees Kopf an seinem ersten Tag in der Schule. Und der Leser erfährt gleich am Anfang, dass er auf der Suche nach seiner Verlobten ist. Kurz danach wird aus Felicitys Sichtweise genau die gleiche Szene geschildert. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, luftig und gut zu verstehen. (Den Aufbau der Geschichte fand ich interessant. Da der erste Abschnitt, wie Schnee erwähnt hat, aus der Sicht von Lee ist, rechnete ich damit auch weitere Kapitel aus seiner Sicht lesen zu dürfen. Aber das war nicht der Fall. Auf der einen Seite war das furchtbar frustrierend, weil ich in vielen Situationen unbedingt wissen wollte, warum er etwas tat oder nicht und/oder was er dabei dachte. Zum Beispiel ist er zu Beginn von Felicity’s Aussehen nicht sehr begeistert, er äußert sich sogar abfällig über sie in seinen Gedanken, aber wann genau war der Punkt, an dem er seine Meinung änderte und warum? Hach, so viele Fragen, die einen fertig machen. Aber im positiven Sinne. Dadurch hab ich sein Verhalten nur noch genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, was er eigentlich für ein Spiel spielte.) Felicity ist eine tolle Protagonistin, nach außen hin ist sie schüchtern, doch wenn man sie näher kennt ist sie der Knaller. Schlagfertig, intelligent und super loyal ihren Freunden gegenüber. Sie war sofort ins Herz geschlossen und ich kam super mit ihr klar. (JAP! Sie ist ein herzensguter Mensch, den ich sofort lieb gewonnen habe. Vielleicht weil ich ein bisschen von ihr in mir entdeckt habe, aber auch, weil man sie für ihre Fehler nur lieben kann. Sie ist keine knallharte Heldin oder eine Schulschönheit, sie ist nicht mal außergewöhnlich begabt, aber sie ist echt und authentisch. Das ist viel wert in meinen Augen.) Was ich jedoch etwas sagen wir mal blöd fand, war, dass sie bevor Lee auftaucht völlig mit sich und ihrem Gewicht zufrieden war. Natürlich ist es ihr nicht so aufgefallen wie durch ihn, doch dann will sie urplötzlich abnehmen und ihre Haare müssen sitzen und sie braucht Mascara. All das macht sie für Lee, nicht für sich selbst, das ist meiner Meinung nach die falsche Einstellung. (Genau, das wollte ich auch kritisieren.)
Aber auch Lee war mir sympathisch, zwar nicht von Anfang an, aber ziemlich schnell. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er durch Felicity lernt und mit ihr wächst. Da auch er wirklich schlagfertig ist und immer einen Spruch auf der Zunge hat, sind die Gespräche und Zankereien zwischen ihm und Feli wirklich lustig, können aber auch ernst und tiefsinnig sein. Ich hab mich auf jede neue Szene mit den beiden gefreut und konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen.
(Ehrlich gesagt mochte ich Lee erst gegen Ende des Buches. Eigentlich verliebe ich mich immer Stück für Stück mit der Protagonistin, aber da ich Lee oft nicht verstand, war er eher ein großes Geheimnis und nicht der tolle Typ, der nicht nur gut aussieht, sondern auch der absolute Gentleman ist. Denn genau das ist nicht der Fall. Lee macht ebenfalls Fehler, wie Felicity, aber auch erst ist lernfähig. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase kam ich mit ihm klar und wünschte mir, er würde endlich das doppelte Spielchen mit den beiden Felicitys lassen.)
Auch alle Nebencharaktere finde ich super. Die Freunde von Felicity sind super und jeder hat seine eigenen Facetten, von allem ist etwas dabei. Sie versucht ihr so gut wie möglich beizustehen und zu ihr zu halten. Dank der guten Beschreibungen die die Autorin in allen Bereichen anbringt, konnte ich sie mir wirklich gut vorstellen. Jedoch fand ich manche von Charakteren recht oberflächlich gezeichnet und ihnen fehlte etwas die Tiefe. Vor allem bei Nicole ging es mir so. Sie ist irgendwie nur ein Name ohne richtige eigentliche Geschichte. Durch die Fülle an Charaktere, ist es aber wahrscheinlich gar nicht möglich jedem eine eigene Geschichte zu geben. (Die Nebencharaktere waren für mich schwer einzuschätzen. Bis auf Felicitiys männliche Freunde hatten die Leute in ihrer Clique eher verschleierte Eigenschaften. Jayden ist der Kluge, Corey das Großmaul und Phyllis ihre beste Freundin, aber Ruby ist ständig geistig abwesend und Nicole redet so gut wie gar nichts. Da fiel es mir schwer ein gutes Bild von ihren Beziehungen zu zeichnen. Die fiesen Mädels aus dem „Starclub“ hingegen kamen mir klarer in ihren Charakteren vor. Das ist definitiv ausbaufähig. Die äußerlichen Merkmale hingegen wurden kurz und ausreichend beschrieben. Auch alle in mehr oder weniger in meinem Rutsch, sodass man sich sofort die Kulissen mitsamt Personen deutlich ins Gedächtnis rufen konnte.)
Die Geschichte um Felicity hat mir super gefallen. Es geht um Elfen, Zeitreisen und viele Geheimnisse die im Verborgenen bleiben. Plötzlich ist Feli in einer Welt in der sie nicht weiß was geschieht und warum es geschieht. Die Geschichte ist wirklich glaubhaft erzählt und rüber gebracht. Alle Ereignisse die in der Vergangenheit passieren wirken auf mich, super recherchiert, auch wenn ich nicht das beste Wissen in Bezug auf Geschichte habe. Und auch die Witze, die die Autorin über die Geschichte und die Könige einbringt sind total witzig. Es war die perfekte Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit. (Kann ich so unterschreiben. :) )

Fazit: Ein perfekter Roman für zwischendurch. Die Geschichte fließt vor sich hin und man kann ihr super folgen. Die Hauptfiguren sind wirklich sympathisch, witzig und man kann gar nicht anders als mit ihnen mitzufiebern. Daher bekommt Pan von mir 4 von 5 Schneeflocken. Ein Muss für Fans von Rubinrot oder ähnlichem.


Fazit: Ein empfehlenswertes Buch für alle Elfen-, Zeitreise- und/oder Fantasy Fans. Durch die grundsolide Handlung und die liebenswerten Charaktere ergattert sich „Pan“- Teil 1 von mir 4 von 5 Rosen. Unterm Strich lässt sich sagen, das Buch war wie Zuckerwatte. Zuckersüß und köstlich aber leider etwas unbefriedigend durch mangelnden Tiefgang.

Homepage der Autorin
Zu kaufen bei amazon.de
Zu finden auch beim Carlsen Impress-Verlag

PS: Band 2 +3 gibt es ebenfallsch schon zu kaufen. Sowohl als eBook als auch in dem Buchlanden eures Vertrauens.
 


Frohes Lesen wünscht
Schneeweißchen und Rosenrot