Donnerstag, 3. Juli 2014

Du sollst nich schlafen von Charlotte Parsons



In dem Thriller „Du sollst nicht schlafen“ von Charlotte Parsons geht es, wie der Titel schon erahnen lässt, um den menschlichen Schlaf. Oder noch besser gesagt um die Möglichkeit eines Lebens ohne Schlaf. Hierbei spielt eine junge Journalistin namens Cynthia die Protagonistin. Cynthia steht kurz vor einer Beförderung als sie anfängt über den sogenannten “Barbie-Killer“ zu berichten. Schnell vermutet Sie das mehr hinter dem Mord eines jungen Mädchen steckt und vielleicht ein Serienkiller sein Unwesen in London treiben könnte. Doch all dies rückt in den Hintergrund als ein neues Medikament auf den Markt kommt, mit dem es möglich ist völlig auf den Schlaf zu verzichten. Schnell beherrscht diese Medikament die ganze Welt und macht auch vor Cynthias Haustür nicht halt. Dabei wird ihr Leben davon ganz schön beeinflusst und verändert. Daraufhin beginnt Cynthia mit Nachforschungen die sie immer tiefer in den Sumpf des Medikamentes ziehen. Wird sie wieder den Weg hinaus finden? Wird es weitere Morde geben oder wird der Mörder geschnappt?


Charlotte Parsons hat einen angenehmen Schreibstil, der dazuführt, dass ihr Buch flüssig und gut zu lesen ist. Die einzelnen Kapitel sind in Phasen eingeteilt die zu den beschriebenen Handlungen in diesen Abschnitten passen. Ein wirklich schönes Highlight ist, dass jeweils zu Beginn jeder Phase ein Zitate wie zum Beispiel von Edgar Allan Poe zitiert wird und diese dadurch beschrieben bzw. umschrieben wird.
Als ich hörte es geht um einen „Barbie-Killer“ war ich ganz begeistert und wollte den Thriller sofort lesen. Leider geht es meiner Ansicht nach nur am Rande um den Serienkiller der Frauen in London umbringt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Einführung des neuen Medikamentes 24/7, das die Welt und Cynthias Leben beeinflusst. Charlotte Parsons schildert sehr realistisch und anschaulich wie sich der Protagonistin ihr Leben verändert und welche Auswirkungen die „Droge“ 24/7 auf die Gesellschaft und Cynthias Leben haben. Hierbei werden viele Hintergrundinformationen geliefert, die mir an einigen Stellen als überflüssig und zu viel erscheinen. Die Grundidee, dass ein Mensch ohne Schlaf auskommen kann, ist wirklich schön geschildert und auch gut durchdacht dargestellt. Das Buch passt für mich jedoch nicht in den Bereich des Thrillers. Hierfür stimmt die Relation zwischen Thriller, sprich der Erzählung des Serienkillers, und der des Romans, sprich die Thematisierung der Markteinführung von 24/7, nicht ganz.
Für mich völlig unerwartet hat „Du sollst nicht schlafen“ ein offenes Ende. Da ich sonst sehr gerne Thriller lese und die meisten ein Ende haben, habe ich damit nicht gerechnet und ist hier auch nicht ganz passend. Ein kleiner Epilog wie sich die ganze Sache für Cynthia persönlich weiter entwickelt hat, hätte die Erzählung abgerundet.


Fazit: Die Geschichte als Roman ist durch und durch sehr gut durchdacht, da muss man die Autorin wirklich loben. Und so musste auch ich mich am Ende fragen, kann so etwas wirklich passieren? Nein, oder vielleicht doch? Aber lest selbst! Als Roman kann ich das Buch wirklich empfehlen und würde hierfür vier Sterne vergeben.
Leider habe ich das Buch unter dem Aspekt Thriller gelesen, da ich dieses Genre bevorzuge, und da kann ich das Buch nicht oder nur bedingt empfehlen und würde hierfür zwei Sterne vergeben. Bedingt deshalb, da es ja auch Leser gibt, die gerne leichte Lektüre unter den Thriller lesen. Somit lautet mein Fazit für Charlotte Parsons Buchdebüt drei Sterne.


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Die Autorin auf dtv.de


Liebe Grüße euer Aschenputtel

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