Donnerstag, 29. Mai 2014

Rezension zu Das verschwunschene Karusell von Evelyn Boyd




Caitlin Macrae ist an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen, das jetzt eigentlich erst richtig losgehen sollte. Doch im Gegensatz zu ihren Freunden weiß sie einfach nicht, was sie nach der Schule mit ihrem Leben anfangen soll. Nur eins ist sicher, in die Fußstapfen ihrer Eltern, die Archäologen sind, will sie nicht treten. Denn oft ist sie alleine zuhause während Mutter und Vater in irgendwelchen Wüsten auf den Knien durch den Sand rutschen und nach einem Schatz suchen. So möchte das einsame Mädchen ihr Leben nicht verbringen. Dann erreicht Caitlin die Nachricht vom Tod ihrer Tante Megan, der einzigen Bezugsperson in ihrer Familie, die immer für sie dagewesen ist. Und als ob das nicht schon genug zu verarbeiten für ein junges Mädchen sei, scheint sie auch noch Alleinerbin zu sein. Um alles zu regeln macht sich Caitlin auf den Weg nach Amerika und wird dort von nicht nur einer Überraschung erwartet. Plötzlich befindet sie sich in einem Strudel der sie nie wieder loslassen könnte. Doch für Caitlin zählt nur eins: Sie muss herausfinden wieso ihre Tante so plötzlich starb und ihren Traum zu Ende bringen, dass glaubt sie ihr schuldig zu sein. Außerdem gibt es da auch noch Alan, den mysteriösen Jungen, der ihrer Tante bei ihrem Traum beiseite gestanden hat. Doch auf wessen Seite steht er eigentlich?

Mich hat vor allem das wunderschöne Cover des Buches gelockt und mich dazu bewogen es zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. So schön wie das Cover ist auch der Inhalt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, passt perfekt zur Handlung und hat mich gar nicht mehr losgelassen. (Da kann ich nur zustimmen. Das Cover hat mich zwar nicht so angesprochen, aber der Inhalt und der Klappentext allemal. Der Schreibstil zeichnet sich vor allem durch eine bezaubernde Kombination aus Dramatik und Leichtigkeit aus, die die Handlung des Buches perfekt unterstricht .) Das Buch war in wenigen Stunden ausgelesen und ich in einer Welt die ich gar nicht mehr verlassen wollte. (*nick*)
Caitlin erschien mir erst für meinen Geschmack etwas zu ruhig und zu konservativ, doch sobald sie in Amerika angekommen war änderte sich das und sie schien ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen. Daher empfand ich sie als angenehme Protagonistin, die sich zwar dem Leser gegenüber immer etwas zurückzuhalten schien, doch das war für mich okay und manchmal sogar erfrischend, da ich mir erst mal meine eigene Meinung zu einer Sache bilden konnte bevor ich Caitlins hörte. Das der Roman aus ihrer Sicht geschrieben ist, half mir dabei mich in sie hineinzuversetzen und ich konnte all ihre Gedanken und Handlungen super nachvollziehen. Auch ihr Misstrauen welches sie Alan zuerst entgegen brachte konnte ich nur zu gut verstehen und fieberte mit ihr mit um herauszufinden auf wessen Seite er steht. (Caitlin ist einfach großartig. Wie Schnee schon erwähnt hat, war sie anfangs eher kühl dem Leser gegenüber, aber schnell merkte ich dass es auch erfrischend sein konnte, wenn eine Protagonistin nicht meinen gesamten Kopf einnimmt, sondern eher zurückhalten und ruhig ihre Geschichte erzählt, mir dabei aber Raum für meine eigenen Gedanken lässt. Auch die Wandlung, die sie nach ihrer Ankunft in Amerika durchmacht, war angebracht und brachte in das leise Flüstern, das ihren Charakter bis dahin ausgemachte, in Schwung. Und selbst nachdem ihr Person turbulenter wurde empfand ich ihre Art immer noch als in sich stimmig und gut auf ihr vorheriges Verhalten abgestimmt.)  Aber auch die Nebencharaktere fand ich super gezeichnet. Vor allem Henry. Er lockert die ganze dramatische Geschichte etwas auf und bringt auch ein wenig Absurdität ins Geschehen, was sich aber sehr gut und nachvollziehbar einfügt. Aber auch, dass ein Hund mit die Hauptrolle spielte hat mich sehr gefreut. Ich finde Tiere machen eine Geschichte immer noch etwas authentischer und das war auch hier der Fall. Daumen hoch für Pirat. (Der Hund ;)) (Pirat vor!!!!! :D Das seh ich wie Schnee. Die Charaktere sind allesamt sehr liebenswert und bringen Spannung, Witz und viel Authentizität in die Geschichte, aber haben die Protagonistin nicht überrannt. Die Balance dabei zu halten ist oft sehr schwer und kann leicht in das eine oder andere Extrem überschwappen, wurde hier aber bravurös gemeistert.)
Außerdem fand ich es zur Abwechslung mal erfrischend, dass die Liebesgeschichte die sich schleichend und heimlich entwickelt nicht der Hauptstrang des Buches war sondern sich einfach irgendwie super einfügte und genau so leicht zu lesen war wie der Rest. (Genau, es ist eigentlich mehr Abenteuergeschichte als Liebesroman, aber das ist völlig in Ordnung, weil ich persönlich finde, dass alles andere unpassend gewesen wäre. So war ich vollauf zufrieden und kontinuierlich fasziniert von den Ereignissen.) Die Legende um das verwunschene Karussell und das schwarze Seepferd hat die Autorin wunderbar aufgebaut und arrangiert. Das ganze Buch hindurch blieb es spannend und ich tappte bis zum Ende im Dunkeln. Manchmal verdächtigte ich die falschen Personen, ab und zu sogar Freunde von Caitlin, weil es Evelyn Boyd so perfekt gelungen ist, den wirklichen Täter zu verschleiern und bis zum Ende geheim zu halten.
(Jupp, es gibt nichts Besseres, als von den Figuren und der Handlung in einem Buch überrascht zu werden und das wurde ich definitiv. Meine Spekulationen sind völlig daneben gelaufen und das war großartig. Die geschickte Konstruktion der Autorin macht definitiv süchtig und ein bisschen traurig, weil jedes Buch nun mal enden muss.)
Die Handlung fand ich super strukturiert und total nachvollziehbar aufgebaut. Ich flog quasi nur so durch die Seiten und konnte es kaum erwarten zu erfahren, was es wirklich mit dem Karussell auf sich hatte und ob Tante Megan nicht doch ein Opfer des Seepferdes war. Von der ersten Seite liegt über der Geschichte etwas mystisches das die Autorin bis hin zur letzten Seite bewahren konnte, fand ich sehr beeindruckend, da das gar nicht so einfach ist.
Das Ende war dann ein richtiger Knaller und ich konnte alle Puzzle-teile die vorher so gut versteckt waren, dass ich sie noch nicht einmal wahrgenommen hatte, zusammen setzen und war überrascht wie schlüssig am Ende doch alles war. Wirklich gut gemacht.

Fazit: Von Anfang bis zum Ende hin spannend und mysteriös. Die Geschichte hat mich gar nicht mehr losgelassen und war dank der Länge von knapp 170 Seiten auch gut an einem Tag zu lesen. Die Charaktere sind von der Autorin super dargestellt und lockern die mystische Stimmung etwas auf. Alles in allem ein tolles Buch, das sich super liest und eine perfekt durchdachte und in sich schlüssige Handlung verfolgt. Deswegen gibt es von mir 5 von 5 Schneeflocken!

Fazit: Bombe! Mit all seinen Geheimnissen und spannenden Wendungen verdient sich „Das verschwundene Karusell“ von mir 5 von 5 Rosen. Die perfekte Abstimmung zwischen Handlung und Charakteren würde richtig gut gemeistert und hat den Suchtfaktor in die Höhe geschraubt. Ich würde dieses Buch jedem und allen empfehlen, denn durch die Kombination aus Liebe, Krimi und Fantasy ist einfach für jeden etwas dabei. 



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außerdem erschiehen von Evelyn Boyd
 

Märchenhafte Grüße
Eure Schneeweißchen und Eure Rosenrot

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