Dienstag, 11. März 2014

Die Maggan Kopie von Jacqueline Montemurri


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 (Copyright: Edition Paashaas Verlag)

Maggans Reise beginnt mit einem Unfall. Sie war mit ihrem Vater auf einem Kletterausflug und als sie plötzlich eine falsche Bewegung macht fällt sie in die Tiefe. Kurz darauf erwacht sie in einem Krankenhaus und hört ihren Vater etwas Merkwürdiges über sie sagen. Kurz bevor die Ärzte ihren panischen Vater aus dem Untersuchungsraum befördern können schreit er ihnen entgegen: „Sie ist eine K2-Patientin“. Verwirrt und noch von ihrem Sturz orientierungslos begreift Maggan nicht, was ihr er da überhaupt gesagt hat.
Als der erste Schock sich etwas gelegt hat, erfährt Maggan, dass sie ein Spenderorgan erhalten hat. Die schnelle Verfügbarkeit eines solchen erscheint ihr zunächst wie ein glücklicher Zufall, doch kurz nach ihrer Entlassung beginnt sie an ihrem „Glück“ zu zweifeln und fängt an Fragen zu stellen und Nachforschung zu betreiben. Dabei stößt sie auf ein furchtbares Geheimnis.
Svenja. Die eine erschreckende Ähnlichkeit mit Maggan hat. Und das aus gutem Grund, sie ist nämlich ihr Klon. Doch diese können sich nur die reichen Menschen leisten.
Aus Angst vor Entdeckung vor ihrem eigenen Vater flieht Maggan zusammen mit Svenja Richtung Norden, wo eigentlich niemand leben darf und wo beide hoffen nicht gefunden zu werden. Doch auch dort ist nicht alles, wie es die Medien propagieren.


Als allererstes muss ich ein inbrünstiges „WOW!“ ausstoßen, denn dieses Buch hält einen wirklich in seiner Welt gefangen.
Erstmal was zum Schreibstil. Anfangs war ich etwas irritiert, durch den plötzlichen Einstieg in die Geschichte und die teilweise verwirrenden Satzzusammenhänge. Aber schon bald änderte sich meine Meinung und ich erkannte, wie geschickt und gekonnt die Autorin ihre Geschichte erzählte.
Die Geschichte an sich ist einfach nur Spannung pur. Da ich eigentlich kein Krimi/Thriller-Fan bin, war dieses Buch so eine Art Experiment mit einer 50/50 Chance für mich. Aber da es sehr viele dystophische Akzente aufwies, war mir die Einkategorisierung des Buches am Ende schnurz egal. Nachdem ich die ersten paar Seiten gelesen hatte, konnte ich es keinen Moment mehr aus den Fingern legen. Denn nach dem holprigen Einstieg geht’s schon richtig los. Die Einführung in diese komplexe Welt aus veränderter Gesellschaft, Ozonlöchern, Psychoanalyse, Medizin und Forschung, war ein einmaliges Erlebnis.
(Ich stimme dir vollkommen zu meine Liebe. Der Einstieg war auch für mich etwas schwierig, doch dann ging es so richtig los. Auch ich konnte mich dann nicht mehr von dem Buch lösen. Ich musste einfach wissen was mit Maggan und Svenja passiert. Die beiden sind mir sofort ans Herz gewachsen.)
Oft finde ich eine Geschichte an sich gut, aber mich begeistert einfach nicht die Welt drum herum. Das war hier definitiv nicht der Fall. Ständig passierten unvorhersehbare Wendungen und das Ende war ein Abgang mit Knall.
Die einzige Kritik, die ich an dieser Stelle abringen kann ist die, dass ich das Buch viel zu kurz fand. 
(Das empfand ich ähnlich. Manche Szenen hätte ich mir einfach ausführlicher und genauer beschrieben gewünscht. Andere hingegen fand ich nicht so gelungen.)
Maggan kam für mich sehr authentisch rüber und ihre gesamter Charakter hatte natürlich diesen Ich-rette-die-ganze-Welt-Zug, war an sich aber sehr interessant ausgebaut und da ich ein Faible für weltverbessernde Heldinnen habe, hat es mich gar nicht gestört, dass doch ein bisschen Stereotype dabei rausgekommen ist. Die Nebencharaktere wirken dabei im Vergleich ein bisschen Schwach, da mir manche Erkenntnisse zufällig ausgewählt vorkamen.(Das stimmt. Ich mochte zwar alle Charaktere, jedoch kamen die Informationen manchmal so plötzlich, dass es irgendwie unglaubwürdig wirkte.)
Was für mich total neu war, ist die Mischung aus Forschung/Medizin und Thriller. Von eingefleischten Leserinnen hab ich mir sagen lassen, dass diese Kombi in vielen Zukunftsthrillern zu finden ist, aber für mich war es eben aufregend, da ich noch nie etwas in der Richtung gelesen hatte.
Bzw. ich kannte es nur aus Gegenwartsliteratur wie „Der Schwarm“ oder der „Pendergast-Reihe“
Die Vorstellung, dass es einen Klon von mir gäbe, ist für mich persönlich abschreckend und hat mich zum Denken angeregt. Momentan wird ja auch viel geforscht über künstliche Organe und/oder Nachzüchtung von Organen mithilfe des genetisches Codes – oder so. :P
Schließlich hoffe ich wirklich, wie dem Klappentext zu entnehmen ist, dass unsere Zukunft nicht so aussieht.(Ich muss leider sagen, dass das Format des Buches für mich noch ein kleines Minus ist, da ichs ziemlich schwer fand im Bett so zu lesen.)

Fazit: Die Maggan-Kopie bekommt von mir 4 von 5 Rosen. Denn trotz einiger Stilbrüche gewinnt für mich am Ende immer der Inhalt im Vergleich zur Verpackung. Mit einem großartigen Talent für Spannung und Details beweist Jaqueline Montemurri ein gutes Gespür für das Zukunftsthriller-Genre. Ich kann dieses Buch nur herzlichst jedem Action/Dystophie-Leser empfehlen und hoffe selbst, dass ich bald wieder etwas von der Autorin lesen darf.

Fazit: Ich vergeben 3,5 von 5 Schneeflocken für die Maggan Kopie. Ein guter Start, jedoch fehlte mir ein bisschen der Tiefgang, da ich manche Charaktere oberflächlich gezeichnet fand. Ich kann es jedoch jedem empfehlen, der auf Zukunfts-Thriller steht. Bezüglich des Endes und des Potenzials, dass ich aber in der Geschichte sehe, hoffe ich dennoch sehr, dass es einen zweiten Teil geben wird. 


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Wir wünschen euch einen wunderschönen sonnigen Tag,
eure Schwestern Grimm

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