Sonntag, 26. Januar 2014

Filmempfehlung - Das erstaunliche Leben des Walther Mitty

Walter Mitty ist ein Träumer, ein unverbesserlicher wie man meinen könnte. Festgesteckt in einem Fotofilmarchiv einer großen Zeitschrift, der ‚LIFE‘, fristet er sein Dasein so vor sich hin. Aufsehnerregendes passiert nichts in seinem Leben, denn mit dem Tod seinen Vaters, als er 17 Jahre alt war, hat er auch seine Zukunftsvisionen begraben. Nur in seiner Vorstellungskraft, da ist er mal der starke Held oder der russische Weltenbummler.
Sein langweiliges Leben nimmt aber mit einem Schlag ein Ende, als die Zeitschrift für die er arbeitet eine Umstrukturierung plant und fast die gesamte Belegschaft entlassen will.
Für die letzte Ausgabe des Magazine soll nichts Geringeres als das beste Foto eines der besten Fotographen in der Welt herhalten. Dieser ist vor allem bekannt durch seine zeitlosen Formate und kritischen Darstellungen. Er selbst nennt das Foto, dass für die Titelseite des Magazines bestimmt ist: Die Quintessenz des Lebens.
Doch Walther hat genau dieses Foto irgendwie verloren. Um seinen Job also behalten zu können begibt er sich auf eine unverhoffte Reise nach diesem Fotograph, in der Hoffnung mit einer Kopie des Negatives zurückkehren zu kommen. 


Gekommen bin ich auf diesen Film durch eine meiner Lieblingsbands, Of Monsters And Men. Seit letzten Sommer bin ich ihrem Album "My Head Is An Animal" verfallen. Jedes einzelne Lied hat mir unheimlich gut gefallen und unter meinen Favoriten ist definitv: Dirty Paws.
Dieses Lied ist der Soundtrack zu diesem Streifen.
Als ich mir dann den Trailer angeschaut habe, wusste ich dass, dieser Film all das verkörpert, was in dem Lied besungen wird. Was nebenbei gesagt nicht oft vorkommt. Es gibt so einige Lieder, die ein Affe wahrscheinlich besser hätte auswählen können. BTW: Ich möchte hier keine Affen beleidigen!

Also zurück zum Thema:

Ein wirklich authentischer und hezrergreifender Ben Stiller mimt in seiner Rolle des Walther Mitty einen glaubwürdigen Träumer, der mir gezeigt hat, dass es nie zu spät ist sich auf den Weg zu machen. Ohne Plan wohin, ohne Ahnung, was einen erwartet.
Ganz nach dem Prinzip: Lauf einfach mal los.
Denn genau dieser Aufbruch ins Unbekannte ist doch das, was die Menschen wirklich fasziniert. Solche Geschichten machen das Leben interessant und zeigen einem, was alles möglich ist, wenn man sich nur traut es zu tun. 
In diesem wirklich "erstaunlichen" Streifen gibt es keine klug gestrickten Dialoge, kalkulierende Charaktere oder aufwendig angefertigten Kostüme. Es geht um das Leben, in dem Menschen wie du und ich ihren Alltag bestreiten. 
Diese Art von Film kritisiert nicht Gesellschaft, sondern die, die sie zu dieser machen: Wir selbst.
Deswegen finde ich in seiner Schlichtheit hat die Geschichte um Walther Mitty doch mehr Kraft und Aussagewert, als jeder "Wolf of Wallstreet". Er zeigt uns, wie wir es besser machen können, nicht was wir falsch gemacht haben. 
Diese Welt braucht Filme wie diesen. Kritiker sind unbestreitbar wichtig und sie fördern und fordern uns, aber eine Erfolgsgeschichte tut das genauso. Nur vielleicht auf eine elagantere Art und Weise.
Aber genauso gut, kann man dieser Reise auch gar nichts andichten. Es ist einfach ein schöner Film, der uns fremde Landschaften und eine eben "unglaubliche" Geschichte darüber erzählt, wie ein Mann versucht seinen Job zu retten.
Bildet euch eine eigene Meinung und investiert in ein Ticket zu: Die unglaubliche Reise des Walther Mitty. 
Ich glaube jeder Träumer, jeder Realist, jedes Mauerblümchen wird etwas darin entdecken, das ihm oder ihr gefällt.

Der Trailer, um euch mal schon mal auf den Film einstimmen zu können:

 Und der passende Soundtrack: Of Monster and Men mit Dirty Paws




(Quelle der Videos: Youtube)

Mit traumreichen Grüßen einer
Rose

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