Montag, 23. September 2013

Feuerherz Blogtour Tag 1

Guten Morgen meine Lieben :)

Heute startet die Blogtour zu Jennifer Wolfs neuen Buch Feuerherz bei uns! (Hoffentlich habt ihr die Schnauze noch nicht gestrichen voll von Blogtouren!)
Und wir sind wirklich Stolz darauf euch die Protagonistin Lissy etwas näher vorstellen zu dürfen, denn wir hatten die Ehre sie zu interviewen, aber seht selbst :) ACHTUNG SPOILER!!!!!


(Quelle: klick)

So ungefähr sieht Jennifers Lissy in ihrer Vorstellung aus, doch sie müsste etwas rundlicher sein und blaue Augen haben! Wir findes Lissy ziemlich gut beschrieben und hätten sie uns ähnlich vorgestellt, was meint ihr?


Liebe Lissy, wir wissen, dass du sehr gefragt bist, daher vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast!


Aber sicher doch. Für euch süße Schnecken immer :)


1) Erzähl uns etwas über dich, das

  • Kaum einer weiß
  • Alle wissen
  • Du nie jemandem sagen wolltest


Hmm, was kaum einer weiß?! Ich bin ein riesen Fan von King Julien aus Madagaskar. Warum? Weil ich genauso aussehe, wenn ich vom Feiern nach Hause komme wie er bei seiner Version von „Private Dancer“: http://www.youtube.com/watch?v=uU5--x3b9WA

Alle wissen? Ich stehe TOTAL auf Ilian Balaur. Alter Schwede, der Kerl ist einfach nur *rrrrr* Mist, kann mal jemand den Sabber aufwischen?

Was ich nie jemandem sagen wollte? Hmm, am Anfang wollte ich niemandem sagen, dass mein Herz für Ilian schlägt. Zum Glück hat es meine beste Freundin Conny ganz von selbst heraus gefunden und mir dafür nicht den Kopf abgerissen.



2) Ich liebe:

  • Dieses Buch
  • Diesen Film
  • Diese Band
  • Diese Serie


Buch: Zu viele … unmöglich da einen Liebling heraus zu picken.
Film: Lissy und der wilde Kaiser :D

Band: Culcha Candela
Serie: Supernatural!!!! Es gibt nichts Besseres …


 3) Was war dein erster Gedanke, als
  • Du herausfandest, dass Ilian ein Drache ist


Im Ernst? Ich habe gedacht die sind alle auf Drogen und hatte damit gerechnet, dass Ilian gleich in einem Kostüm aus dem Wohnzimmer kommt. Weit gefehlt. Viel ging mir da nicht durch den Kopf. Es war ein totaler Schock.

  • Nachdem du mit Leon geschlafen hattest


Das möchte ich mit einem Video beantworten. Darf ich? So habe ich geguckt, als ich am nächsten Morgen nackt neben Leon aufgewacht bin: http://www.youtube.com/watch?v=beBhp_efZRo


4) Wie hast du Conny, Mischa und Leon kennen gelernt?


Mischa kenne ich schon aus dem Sandkasten. Conny und Leon kamen dann später in der Schule dazu. Ich liebe aber alle drei so sehr als wären sie meine Geschwister <3


5) Wir wissen, dass deine Mutter leider gestorben ist, doch was ist die schönste Erinnerung die du an sie hast? Gibt es etwas, dass dich immer an sie erinnern wird?


Mom war kaum Zuhause. Ich glaube meine schönste Erinnerung wird immer das Tattoo sein, welches nun auch meinen Arm ziert. Wer konnte schon ahnen, dass es mich mal tierisch in Schwierigkeiten bringen würde?


6) Was magst du überhaupt nicht?


Blumen. Ernsthaft, die verrecken schon wenn ich sie nur angucke … diese bunten Mimosen.


7) Willst du mal Kinder? Wie viele?


Keine Ahnung. Mit Ilian kann ich keine eigenen haben. Vielleicht adoptieren wir mal welche. Er kommt immerhin aus einer Großfamilie und liebt Kinder. Dann werden wir wie Brangelina. Lissian oder Ilissy. Oh Gott … Elian, Ilibeth. Haha, Ilibeth.


8) Stell dir vor du wärst ein Kerl, was würdest du als erstes tun?


Lesen das Leute unter 18? :P


9) Du hast 3 Wünsche frei, was würdest du dir wünschen?


  1. Gesundheit für alle die ich liebe und mich
  2. Glücklich sein für den Rest meines Lebens
  3. Den Rest meines Lebens mit dem Kopf auf Ilians Brust einzuschlafen

10) Das wollte ich schon immer mal sagen?


Das habe ich von meinem großen Vorbild: King Julien aus Madagaskar. Er sagt da am Ende bei der Verabschiedung: „Maurice, mir wird der Arm lahm, winke für mich! Schneller, du fauler kleiner Affe!“ Das möchte ich auch mal sagen. Wenn mein Bruder wieder nach Afrika fliegt werde ich winken und dann irgendwann Ilian anstoßen und sagen: „Ilian, mir wird der Arm lahm, winke für mich!“ Dann drücke ich ihm meinen Arm in seine Hände. „Schneller, du fauler kleiner Drache!“ 



Weiter geht es morgen bei Zeilensprung! Wir wünschen euch viel Spaß mit allen weiteren Beiträgen und viel Glück beim anschließenden Gewinnspiel.
Suchte einfach das EINE Wort in diesem Beitrag, notiert es euch und wartet auf weitere Anweisungen :)
Gewinnen könnt ihr:
   
1. Platz: eBook + Anhänger 



2. Platz: eBook + Bloggergeschenke(Wir legen eine CD mit dem inoffiziellen Feuerherz Soundtrack:))
3. Platz: eBook


Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
Die Schwestern Grimm! 

Sonntag, 22. September 2013

Feuerherz von Jennifer Wolf

 
(Copyright: Carlsen Verlag)

Lissy, alias Elisabeth, lebt mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter Carmen und ihren beiden Frettchen in Köln und ist eigentlich ein ganz normales siebzehnjähriges Mädchen aus dem Rheinland. Die schlagfertige Lissy nimmt zwar kein Blatt vor den Mund, ist in einer Sache aber ganz Mädchen. Sie steht nämlich auf den bestaussehensten Jungen der Schule, Ilian Balaur. Und der ist gar nicht so abgeneigt von der ungenierten Lissy wie sie glaubt. Sein kleines feuriges Geheimnis hält ihn davon jedoch ab, Lissy sein Interesse zu gestehen. (Ach und weil er zu Anfang glaub sie wäre lesbisch und mit ihrer besten Freundin Conny zusammen…. ;P Armer Ilian.) Doch auch Elisabeth muss gegen Wahrheiten ankämpfen die sie vor einigen Monaten noch für Märchen gehalten hatte. Plötzlich scheinen beide zu erbitterten Gegnern zu werden für die es keinen Weg gibt zueinander zu finden ohne die eigenen Familie zu zerstören. Können die beiden es schaffen ihr Glück zu finden ohne alles zu zersötren wassie bisher kannten?



Ein großartiges Buch! Eigentlich müsste ich nicht mehr sagen, denn alle Jennifer Wolf Fans werden verstehen, warum. Wie allgemein bekannt, zumindest in der Wolf-Fraktion, ist der Schreibstil der Autorin einfach urkomisch. (Hier muss ich zustimmen. Ich liebe den leichten Schreibstil sehr und er erinnert mich oft an Kerstin Gier, deren Bücher ich ebenfalls liebe! Gleich zu beginn kam ich gut in das Buch rein und ließ mich davon gefangene nehmen.)
Ungeniert, mit viel Leichtigkeit und einer unschlagbaren Portion Prolligkeit (gibt’s das Wort überhaupt) (Mh, weiß nicht, aber vielleicht steht es ab Morgen im Duden mit einem Bild von dir wie du in die Kamera grinst? :)) , bringt Frau Wolf uns den komplizierten und erheiternden Charakter von Elisabeth näher. Denn und ich muss zugeben, da bin ich absolut gefangen, liebe ich Jennifer Wolf’s „David-Charaktere“ einfach. Gemeint ist damit genau der erste Charakter aus „In Sanguine Veritas“ und den Folgebänden, der diesen hohen Wiedererkennungsfaktor aufgewiesen hat und mit seinem witzigen, frechen Sprüchen punktet. So wurde also beschlossen in jedem Buch einen „David-Charakter“ einzubauen. Zufälligerweise ist in diesem neuen eBook die Protagonistin eben jene besondere Figur. DAS meine Damen und Herren, hat mich so manche Schweinerei auf meinem Boden gekostet, denn die Authentizität von Lissy schlägt einfach alles und bringt mich bei jeder zweiten Seite zum Brüllen. (Ich muss gestehen, dass ich Lissys Sprüchen genau so liebe wie auch fürchte, denn manche sind mir einfach einen Tick zu sehr unter die Gürtellinie! Doch das ist mehr Ausnahme als die Regel, die meisten sind einfach nur Urkomisch und ich lag mehr als nur einmal fast auf dem Teppich vor lachen! Ich gebe zu, dass mir David in „In Sanguine Veritas“ wahrscheinlich nur deswegen nicht zu viele Sprüche reist, weil er eben kein Hauptcharakter ist wie Lissy!)
Aber nicht nur ihr Humor ist in diesem Band zu loben, auch die Nebencharaktere verdienen ihre Aufmerksamkeit. Wieder gut ausgearbeitet und clever eingesetzt dominieren sie nicht das Buch, sondern bringen Lissy und ihre Geschichte vorwärts ohne an eigenem Plot zu verlieren. ACHTUNG SPOILER!!!! So ergeben sich noch weitere Pärchen im Laufe der Geschichte und wie in jeder guten Fantasy-Romance gibt’s für alle ein Happy End. Yay! (Die Nebencharaktere waren auch mir wieder mehr als sympathisch und ich hab sie genau so ins Herz geschlossen wie Lissy. Was Jennifer Wolf anpackt macht sie auch richtig, denn kein einziger der Nebencharaktere ist nur schwammig dargestellt sondern bis ins kleinste Detail scheint jede Person seinen Platz zu haben, was Elisabeths Geschichte aber wie Rosenrot schon sagte in keinster Weiße behindert sondern bereichert.)
Zugegeben ist aber auch nicht alles perfekt. Wie in vielen Büchern verliert die Handlung und der „Schwung“ der den Anfang des Buches beflügelt hat ein bisschen an Tempo. Erst am Ende wird der Plot ein bisschen actionreicher, aber auch dramatischer. (Das sehe ich nicht so! Ich finde es gut, dass nicht jedes Kapitel voller Ereignisse gestopft ist sondern, dass ich als Leser auch mal die Chance bekommen habe durchzuatmen und alles sacken zu lassen währen die Charaktere ihren ganz normalen „Wahnsinn“ weiterführten.)
Dennoch habe ich die Personen lieben gelernt und es gibt Bücher, da will ich eigentlich gar nicht wissen wie genau die Geschichte weitergeht, bzw. ausgeht, sondern genieße einfach die Charaktere, weil ich sie gar nicht mehr loslassen will. 
(Ich will noch kurz erwähnen, dass das eBook mit 3,99 Euro auch noch sehr billig ist! Wie ich als Schwabe sagen würde: A Schnäpple!) 


Fazit:

Feuerherz bekommt von mir 4.5 von 5 Rubinen, weil ich die Charaktere und insbesondere die Protagonistin sehr geliebt habe, aber die Handlung doch etwas zäh wurde im Mittelteil. Das hat dem Charme des Buches aber nichts abgeschlagen und ich bin sicher, dass ich mir Lissy noch öfter zu Gemüte führen werde. Einfach weil ich immer wieder über die gleichen Witze lachen kann. Und was kann einem Besseres passieren, als ein Buch, das einen glücklich macht.


Fazit:
Jennifer Wolf hat es auch wieder mit diesem Buch geschafft mich aus dem tristen Alltag zu reißen und in eine Welt zu schicken in der ich gerne länger verweilt hätte. Die Charaktere hab ich sofort in mein Herz geschlossen, mit ihnen mitgelitten aber auch gelacht. Lissy und Ilian beweisen, dass nicht alles immer so schwarz ist wie es zu Anfang scheint.
Jedoch bekommt das Buch von mir nur 4,5 von 5 Schneeflocken, weil Elisabeth für meinen Geschmack ein zwei Sprüche zu viel fallen lässt und damit ein klein wenig an Sympathie einbüßen musste. 

zum eBook: Feuerherz
zur Homepage von Jennifer Wolf

Und nicht vergessen meine Lieben, morgen beginnt die Blogtour zu Feuerherz hier bei uns auf dem Blog! Reinschauen lohnt sich, es gibt auch was zu gewinnen!

Schneeweißchen und Rosenrot 

Dienstag, 17. September 2013

Ratestunde :)

Heute gibt es ein kleines Ratespiel: Um welches Buch handelt es sich?

Es war einmal ein siebzehnjähriges Mädchen namens Lissy. In ihrer Klasse war sie das wohl schlagfertigste Mädchen und nie um eine Antwort verlegen. Doch tief in ihrem Inneren war sie wie alle anderen Prinzessinen und wollte nur das Herz ihres Prinzen Ilian Balauer erobern. Schnell jedoch wird ihr klar, dass ihr Königreich nicht das zu sein scheint für das sie es gehalten hatte und ihr Prinz sich schneller als ihr lieb ist in einen Frosch verwandeln könnte.


Na? Habt ihr es heraus gefunden? Natürlich, es handelt sich um Feuerherz von Jennifer Wolf.
Ihr wisst noch nicht so recht was ihr von dem Buch halten sollt? Dann haben wir genau das Richtige für euch. Vom 23.09 bis zum 29.09 wird Feuerherz auf verschiedenen Blogs zu Gast sein und ihr könnt nach und nach hinter die Kulissen schauen, Interviews mit den Charakteren und sogar eine Lesung der Autorin miterleben.
Gespannt? Wir auch!




Los geht es am 23.09 bei uns. Wir freuen uns!

Schneeweißchen und Rosenrot <3

Sonntag, 8. September 2013

Sonntagsschmankerl inklusive Buchtipp (ob ihr ihn nun wollt oder nicht) :D

Heute poste ich mal für Rosenrot, da sie ja NOCH IMMER ihren Urlaub in Italien genießt... JA, ich bin neidisch! :D Viel Spaß!

(Copyright:Iris Blessing)


Durch das grüne Dickicht windet sich der murmelnde Jäger. Aus allen dunklen Ecken und von den hohen Baumkronen lugen die Köpfe verschiedenster exotischer Tierarten und locken den Richter von Flora und Fauna mit ihren außergewöhnlichen Gefiedern und Fellen.
„Tu ich's nicht, tut's ein andrer. Also warum keinen Nutzen draus ziehen?“ dachte sich der Jäger jedes Mal, wenn er ein Ziel anvisierte.
Der Himmel wurde von grauen Wolken verschleiert und er spürte wie seine Stiefel bei jedem Schritt etwas tiefer im Schlamm versanken.
Doch das vergaß er sofort, als er aus dem Augenwinkel etwas rosafarbenes erspähte. Jeder Muskel angespannt, alle Erschöpfung der vergangenen Stunden ausgelöscht, durch das alles beherrschende rauschende Adrenalin in seinen Adern.
Dafür lebte er, dafür vergaß er alles, was ihm zum Menschen machte.
Fast lautlos versteckte er sich hinter einem großen Farn und wartete.
Auf eine günstige Gelegenheit, den perfekten Augenblick, der die Jagt ausmachte.
Sein Ziel bewegte sich langsam, jedoch immer noch gut geschützt durch die Gruppe. Schweiß tropfte von seiner Stirn auf den feuchten Boden, während sein Atem ruhig und gleichmäßig blieb.
Isolation war der Schlüssel einer guten Jagt. Das betraf sowohl den Jäger als auch die Beute.
Und so setzte er auf jenes alt bewehrte Mittel.
Als eben Genannter die Gruppe aufscheuchte und sein Ziel, durch dessen Behinderung, den Anschluss an seine Gleichgesinnten verlor, sah der Jäger seinen Moment gekommen zum Angriff überzugehen.
Sein rechtes Auge presste er auf das Visier der Waffe, tief atmete er aus, fand einen festen Stand und... schoss.
Mitten ins Herz traf seine Absicht.
Trotz des sensiblen Gespürs seines Opfers.
Angesichts des ohrenbetäubenden Knalls des „Kampfgeräts“ scheuchte er die verbliebenen Tiere auf und als diese verängstigen Geschöpfe in einem Pulk davonstoben, angetrieben durch den eigenen Instinkt zu überleben, und anschließend in den Himmel aufstiegen, verspürte der Jäger so etwas wie Ehrfurcht.
Der Anblick der erhabenen Vögel vor dem Hintergrund des unendlichen Horizonts machte ihn demütig.
Er begann sich zu fragen, nachdem sein Jagtinstinkt befriedigt war, ob es richtig war zu töten. Ein Geschöpf, das ihm nichts getan hatte und nichts von ihm wollte. Noch eine Weile grübelte er.

Einige Wochen später.
Das Kribbeln kam wieder. Er wollte erneut das erleben, wofür er lebte.
Eine Sekunde zögerte seine Hand und dann griff er erneut zur Waffe.
Immerhin tut's ein andrer, wenn ers's nicht tut. Also warum keinen Nutzen daraus ziehen?

Eure Rosenrot!



(Copyright:Markus Lieske)


Und ich(Schneeweißchen) will diesen Post heute auch nutzen um euch auf ein wunderbares Buch aufmerksam zu machen, dass ich entdeckt habe! "Feuerherz" von unserer Lieblingsautorin Jennifer Wolf erschien vor einigen Tagen. Natürlich haben wir es uns gleich heruntergeladen und sind mehr als nur zufrieden! Rezension folgt! Das perfekte Buch für einen Sonntagabend ;) Schnappt es euch, Preis Leistungsverhältnis mehr als nur perfekt!

Zum Buch

Einen schönen Sonntagabend noch <3
Copyright des Textes: DieSchwesternGrimm

Mittwoch, 4. September 2013

Silber von Kerstin Gier






(Copyright: bürosüd. Illustration: Eva SChöffmann-Davidow)

Umziehen gehört für die fünfzehn jährige Liv Silber und ihre kleine Schwester Mia fast schon zum Alltag. Als Literaturwissenschaftlerin zieht es ihre Mutter jedes Jahr an einen anderen Ort, um dort Lehraufträge anzunehmen. Dieses Mal soll es jedoch anders werden, denn ihre Mutter hat nicht nur einen guten Job in Oxford ergattert, sondern auch noch ein wunderschönes Cottage für die kleine Familie angemietet. Nach der Ankunft in London zerplatzt jedoch der Traum der Geschwister, denn ihre Mutter hat alle Pläne über den Haufen geworfen, das Cottage gekündigt und eine kleine Wohnung in London angemietet. Doch damit nicht genug, im Schlepptau hat sie ihren neuen öden Freund Ernest Spencer. Von Anfang an können Liv und Mia ihn nicht leiden, doch als sie dann auch noch seine Kinder, Florence und Grayson kennen lernen, scheint ihr Unglück perfekt zu sein.

Nur kurze Zeit später, plagt Liv ein, sich sehr real anfühlender, Traum, in dem sie Grayson und seinen Freunden, Henry, Jasper und Arthur auf einen Friedhof folgt und ihnen bei einer sonderbaren Zeremonie zuschaut. Als sie am Tag darauf in der Schule auf die Jungs trifft, fällt ihr auf, dass sie Dinge aus ihrem Traum wissen die eigentlich nur sie wissen kann. Darauf hin fasst Liv den Entschluss der Sache auf den Grund zu gehen und heraus zu finden, was die Jungs ihr verheimlichen. Dabei wird sie in eine Traumwelt gezogen, die erschreckende Folge für die Realität hat.

Silber ist nicht mein erstes Buch von Kerstin Gier (Ebenso nicht mein erstes Buch. ;) Die Edelsteintriologie ist sehr zu empfehlen.)und ich war somit nicht überrascht, dass auch Liv ihren erfrischenden Humor „geerbt“ hat. (Stimme ich auch zu. Der herzerwärmende Humor von Kerstin Gier ist in meiner Welt schon legend… es kommt gleich….DÄR! Der treibt euch die Tränen in die Augen – im positiven Sinne) Abermals schafft die Autorin es mich mit ihrem leichten, flüssigen und witzigem Schreibstil nicht nur zum Träumen zu bringen sondern auch fliegen zu lassen. Vom ersten Moment an war ich wie gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, so dass ich es in nur zwei Tagen verschlungen hatte. (Dito! Die Idee, dass Träume real werden und die Komplexität der geschaffenen Welt, war etwas vollkommen Neues für mich. Sehr erfrischend im Gegensatz zu den vielen 0815-Plots) Dabei schafft es die Autorin auf Augenhöhe mit ihren jungen Leserinnen zu bleiben und nicht wie eine Erwachsene zu klingen die den Kindern jetzt mal kurz die Welt erklären will. (Ja! Ich hatte auch das Gefühl, dass sie versteht was Leserinnen und Leser im Teenageralter lesen wollen und dementsprechend gestaltet sie ihre Handlungsstränge. )
Liv ist eine sehr angenehme Protagonistin, die mich nicht nur mit ihrer humorvollen Art, sondern auch noch mit ihrer Liebe zu ihrer Schwester und ihrer Familie um den Finger gewickelt hat. Mit der neuen familiären Situation kommt sie nur schwer zurecht, versucht aber schlussendlich das Beste daraus zu machen. Und genau das macht sie für mich so sympathisch. Sie ist ein ganz normales Mädchen, das sich durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags kämpft, ihre Schwester beschützt, die erste Liebe kennen lernt und nebenbei noch erwachsen zu werden versucht. (Vor allem hat Liv eine unbändige Neugier und liebt es Rätseln auf den Grund zu gehen. Damit konnte ich mich gut identifizieren. Obwohl ich sagen muss, dass auf meinem Sympathiebarometer Henry noch ein paar Punkte über Liv steht. Er ist heiß – zumindest in meinem Kopf –, intelligent und hat manchmal eine beeindruckende Sicht auf verschiedene Dinge, wie z. B. auf seine Träume.  )
Aber nicht nur die Hauptcharaktere geben diesem Buch so viel Charme, sondern auch die vielen Nebencharaktere, die von der Autorin genau so hervorragend gezeichnet wurden. Hierbei scheint sie kein Detail vergessen zu haben und jeder noch so kleine Charakter bekommt seine Geschichte, bei der ich als Leser nicht anders konnte als mit zu fiebern.
Die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle, was wäre ein gutes Buch ohne ein bisschen Liebe? Sie entwickelt sich heimlich und schleichend und fühlt sich völlig angemessen für eine fünfzehnjährige, weder überzogen, noch unangebracht und in genau de richtigen Maße. Ich mochte überzogene „Liebe-auf-den-ersten-Blick-Geschichten“ sowieso noch nie. (Das kann ich so unterschreiben. Aber am Anfang wusste ich noch nicht so wirklich, in wen sich Liv verlieben wird. Also Henry oder Grayson – ihr bald-Stiefbruder. Zum Glück hat sich das aber schnell aufgeklärt, macht die Sache aber noch interessanter)
Die Idee der Traumtüren und der sich dahinter befindenden Geschichten fand ich total spannend. Wie würde wohl meine eigene Tür aussehen? Durch die vielen verschiedenen Türen zu anderen Welten bleibt die Spannung vom Anfang bis zum Ende erhalten und scheint nie abzuflachen. Denn hinter jeder Tür verbirgt sich etwas anderes. Von rosaroten Prinzessinnen Träumen über draufgängerische Verfolgungsjagden bis hin zum Kampf um Leben und Tod und mitten drin Liv und die Jungs die versuchen müssen mit jeder Tür klarzukommen. Kerstin Gier schafft es ihre völlig neue Welt so gut zu spinnen, dass man sich sofort wohl darin fühlt und kaum Fragen offen bleiben.
Auch die Kulisse hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir jeden Ort so gut vorstellen als wäre ich selbst dort gewesen. (Die Kopfbilder waren bei mir auch sehr klar und detailreich, insbesondere durch die gut beschriebenen Traumszenen.)

Fazit: Ein grandioser Auftakt einer Trilogie die nur Traumhaft werden kann. Gier punktet nicht nur mit ihrem humorvollen Schreibstil und ihrer wohl durchdachten Geschichte sondern auch mit tiefgründigen Charakteren und einer Protagonistin die man einfach ins Herz schließen muss. Daher bekommt „Silber“ von mir 5 von 5 Schneeflocken

Fazit:

Ich vergebe an Frau Gier 5 von 5 Rubinen, für einen traumhaften ersten Band ihrer neuen Trilogie. Mit einem unschlagbaren Humor, viel Spannung und dem ganz besonderen Gruselfaktor hat mich dieses Buch zu einhundert Prozent überzeugt und ist meiner Meinung nach etwas für Groß und Klein. Also, nicht verpassen!


Angenehme Träume.

Seite der Autorin: Kerstin Gier
Buch bei Amazon: Silber
Verlagsseite: FJB 


Schneeweißchen und Rosenrot

Sonntag, 1. September 2013

Sonntagsschmankerl

(Copyright: Iris Blessing)


Er hielt ihr Gesicht in beiden Händen, schaute ihr in die Augen und wusste, dass sie es war nach der er gesucht hatte. Sie sah anders aus, natürlich, das tat sie immer, aber dennoch, er wusste es, denn er sah es in ihren Augen. Und wer wusste besser als er, dass die Wahrheit in den Augen lag? Erschreckenderweise, sah er kein Erkennen in ihren Augen funkeln. Sie wusste jetzt wer er war, was seine Geschichte, ihre Geschichte war und trotzdem konnte sie sich nicht erinnern. Überraschend, dachte er sarkastisch, sie kann sich ja sonst immer erinnern. Natürlich konnte sie sich nicht erinnern, dass war ihr Schicksal. Aber dennoch, auch wenn er es wusste traf es ihn direkt ins Herz. Es verletzte ihn so sehr, dass sie sich nicht an die viele Dinge erinnern konnte, die sie zusammen erlebt, durchlebt hatten. In diesem Moment beschloss er neue Momente zu schaffen, an die sie sich erinnern können würde. Wenigstens das konnte er für sie tun.
„Es tut mir so Leid“, flüsterte er in ihr Ohr.
„Was meinst du damit?“
„Das ich alles habe und du gar nichts. Ich habe uns, die Erinnerungen und nun auch wieder dich. Doch du hast nicht mal mich. Du kennst mich gar nicht, weißt nichts über mich, während ich einfach alles weiß. Das tut mir so unendlich Leid.“ Er fiel vor ihr auf die Knie und zog sie mit runter, sodass beide auf dem aufgeweichten Boden vor dem Abgrund knieten und sich in die Augen schauten. Sie hatte so schönes Haar, war ihm das jemals schon aufgefallen. Sie hatte immer schönes Haar, doch die Farbe ihres jetzigen Haares passte so perfekt zu ihren Augen. Das war es woran er sie immer erkannte. Den Augen, denn die waren immer gleich. In den Augen lag + die Seele versteckt.
„War es nicht eine Entscheidung die wir damals zusammen getroffen hatten?“ Fragte sie völlig unvermittelt.
Hatten sie das? Oder hat er sie dazu gedrängt? Nein wie könnte er sie dazu gedrängt haben? Es war die wahre Liebe, die ihr Schicksal besiegelt hatte, nichts anderes.
„Ja, es war unsere Entscheidung“, sagte er tonlos.
„Dann gibt es nichts, was dir Leid tun müsste. Ich wusste was ich tat. Ich wusste wofür ich es tat. Ich muss dich sehr geliebt haben.“
Das hatte sie. Das hatten sie Beide. Langsam befreite sie ihr Gesicht aus seinen Händen, stand auf und zog ihn zu sich, nur um dann sein Gesicht mit ihren Händen umfassen zu können. Die Wärme durchströmte ihn wie ein Blitzschlag. Und er erinnerte sich an so viele Tage und Nächte, in denen sie ihre Wärme mit ihm geteilt hatte. Sie war ein Anker in diesem undurchsichtigen kalten Meer das die Menschen sich geschaffen hatten.
„Und eins gibt es was ich weiß. Du liebst mich, das reicht für den Moment.“ Dann küsste sie ihn und entführte ihn in eine Welt, die er glaubte vergessen zu haben.

Copyright Text: DieSchwesternGrimm.blogspot.de