Mittwoch, 28. August 2013

In Sanguine Veritas von Jennifer Wolf


Diesmal müssen wir gestehen, wir sind beide diesem wunderbaren Buch verfallen und zwar mit Haut und Haaren! Auch wenn wir uns für verschiedene Kerle/Frauen entscheiden würden :D 

(Copyright: Jennifer Lieske)

Was für die Seele.

Miriam hat es manchmal wirklich nicht leicht im Leben. Kaum begegnet sie ihrer großen Liebe Elias Groza - der ein Vampir ist - schon stellen sich alle Probleme ein, mit vollem Karacho in Miri's Leben zu stürzen. Neben intoleranten Großeltern, die einen Kleinkrieg gegen ihren geliebten Vampir führen, und rachsüchtigen Werwölfen bleibt es ihr auch nicht erspart sich mit ihrer eigenen Herkunft auseinander setzen zu müssen. Trotz ihrer Familie, die eine große Stütze für sie ist, vor allem ihr großer Bruder David (ich vergöttere ihn ;) ), hat auch sie ein mittelgroßes Geheimnis in ihrem Stammbaum. Und dann gibt es da noch die verfeindeten Werwölfe.... viel zu tun also für die gute Miri. Außerdem sind in diesem Roman die Vampire an die Öffentlichkeit getreten und haben sich in ihrer "Organisation" - In Sanguine Veritas - registrieren lassen. Sind somit also offizielle Staatsbürger, werden aber nur auf dem Papier als Mitglied der Gesellschaft anerkannt. So einige haben da eine andere Einstellung zu den "neuen Nachbarn". Zusammen mit ihrem Vampir Elias, dessen Schwester Anastasija, ihren beiden Freundinnen Aisha und Eva und ihrer Familie versucht sie alles zu meistern, was sich ihr in den Weg stellt. Doch als alle dachten, sie wüssten was hinter den Kulissen für ein Spiel gespielt wird, erkennt Miriam, bei einer Klassenfahrt, dass sie die eine wichtige Konstante nicht erkannt hatte. Damit bekam alles, was in den letzten Wochen passiert war, eine andere Wendung... 

Auch wenn man anfangs denkt: Oh man, noch so ein Vampirroman, ist es doch ein ganz anderes Buch, als das übliche Klischee. Natürlich geht es um Vampire und Blut trinken, aber das steht nicht im Vordergrund. Die zentralen Themen sind nämlich nicht Selbsthass und der ganze Aufopferungskram (soll das eine kleine Anspielung auf andere Vampirromane sein? :D BÖSE, geh dich schämen...), sondern Toleranz, Familie, Schicksal, die Zukunft und selbstverständlich Liebe. Voller Gefühl, mit viel Aktion, unglaublichem Witz und einer authentischen Handlung lenkt Jennifer Wolf den Leser auf ihrer Reise durch die Welt von ISV auf ihre ganz eigene Weise. Ich habe gelacht, ich habe geweint und mitgefiebert und als ich den letzten Satz gelesen hatte, haben mir die Charaktere plötzlich gefehlt. (Ging mir genau so, daher hab ich ISV auch schon um die zehn mal gelesen. Immer wenn es mir schlecht geht, verwandelt Miris gute Laune mich wieder in ein optimistisch denkendes Wesen.) 
Zudem ist es erfrischend, dass die Protagonistin, sich selbst nicht zu ernst nimmt. Fehler macht und sich ungekünstelt gibt wie sie ist. Nichts ist ihr peinlich und auch die weniger gesellschaftlich diskutierten Themen werden angesprochen. Was manchmal zum Fremdschämen, manchmal zu Lachkrämpfen und manchmal zu Neugierde geführt hat. Fragt sich zum Beispiel, wie die Anatomie eines Vampirs aussieht, wenn er keine Nahrung zu sich nehmen muss/will. Wie sieht es da mit dem Verdauungstrakt aus??? Fragen die man sich eigentlich nicht stellt, aber gestellt werden sollten. Das macht die Vampire weniger "magisch" und mehr logisch nachvollziehbar. Übernatürliche Wesen sind dann nicht "unerreichbare Götter", sondern einfach eine andere Spezies, genauso gefühlvoll und genauso "menschlich", wie die meisten Leute. (Ich fand besonders gut, dass die Vampire manchmal Dinge sogar selbst nicht erklären können. Denn auch wir Menschen sind noch nicht bis ins kleinste Detail erforscht und gerade das macht uns doch so lebendig und einzigartig.) 
Und ein großes Plus gab es noch von mir, weil es kein stinkprüdes Jugendbuch ist. Natürlich muss man keine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Sexszene in einem Buch präsentieren - was dann sowieso eklig und irgendwie unangemessen rüberkommt -, aber dennoch, finde ich, darf eine kleine Liebesszene nicht fehlen. Wir leben immerhin in einer Zeit mit einer aufgeklärten sexuell offenen Gesellschaft. Genau, das hat Jennifer Wolf gemacht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Was auch nur wenige Autoren/Autorinnen hinbekommen ist, selbst eine anderen Geschmack gut zu verpacken. Ich hab nicht immer mit Miri's Meinung übereingestimmt oder fand Reaktionen von Elias teilweise zu....naja gefühlsduselig, trotzdem mochte ich beide.  Genauso wie sie sind. Vor allem Lebendig! Und das ist das Wichtigste. Wie von selbst, sponn sich die Geschichte in meinem Kopf und ließ mich nicht mehr los.(Ging mir auch so. Elias erschien mir manchmal einfach zu gefühlvoll, in einer nderen Szene jedoch, trieb er Miri und auch mich in den wahnsinn, weil er alles falsch zu machen schien was man nur falschmachen konnte. Und dennoch sind mir beide so ans Herz gewachsen, denn sie sind genau wie wir, wollen alles richtig machen, greifen dabei aber manchmal enfach in die Tonne und tun genau das Falsche.)


PS: David, ich will ein Kind von dir! -> Lest das Buch und ihr werdet mich verstehen. ;)  
(Warum entscheiden und auf einen festlegen? :D)

Rubinvergabe:
Ich vergebe 5 von 5 Rubine, weil dieser erste Teil einer Trilogie viel verspricht und mir viel gegeben hat. Mit gutem rheinländischem Witz, viel Romantik und göttlicher Authentizität schlägt Miriam Michels jeden in ihren Bann. Meines Erachtens ein Buch für Mütter und Töchter, Hausfrauen und Workaholics. Und für jeden Jungen, der sich traut.
Möge euer SUB niemals ein Ende haben! 

Schneeflocken: 
Auch von mir bekommt das Buch 5 Schneeflocken! Aus dem ganz einfachen Grund, dass der Schreibstil überwältigend ist und ich mich jedesmal in dem Buch verliere. Die Charaktere sind wie eine Familie für mich geworden und ich hab mit ihnen gelacht, geweint, geheiratet und Kinder bekommen.
Vergesst Edward! ANASTASIA AN DIE MACHT<3 
 
Rosenrot & Schneeweißchen
 

Samstag, 24. August 2013

Deliruim von Lauren Oliver



Ihr Lieben! Hier kommt nun unsere erste Rezension und wir sind wahrscheinlich genau so gespannt wie ihr! Das Konzept ist recht simpel. Der eine schreibt die Rezension der andere kommentiert! Beide geben ein Fazit!
Rosenrot kommentiert in Rot, Schneeweißchen in Hellblau. 
Falls es noch fragen gibt, her damit! Auch über anregungen freuen wir uns immer! Ansonsten, viel Spaß beim lesen!

Copyright: formlabor&Getty Images


Titel:                      Delirium
Autor/in:                Lauren Oliver
Verlag:                   Carlsen
Seitenanzahl:          416 Seiten
ISBN:                   9783551582324




Unsere Welt in der Zukunft. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Liebe eine Gefahr für die menschliche Bevölkerung darstellt, denn jenes Gefühl und die schwerwiegenden Folgen die damit eingehen wurden als Krankheit identifiziert. Amor deliria nervosa ist aber nicht unheilbar. Die klügsten Köpfe ihrer Zeit haben einen eine Methode entwickelt, die Teile des Gehirns sozusagen lahmlegt, um zu verhindern, dass sich Menschen verlieben. Aber um den Erhalt der eigenen Spezies zu sichern werden die perfekten Partner anhand eines komplizierten mathematischen Systems ermittelt, um zwei ausgewählte kompatiblen Personen zusammenzuführen.

Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und somit kurz vor ihrem Eingriff. Sie ist mit ihrem Leben eigentlich zufrieden und freut sich regelrecht auf ihre „Heilung“, denn wegen der Liebe hat sie schon Familienmitglieder verloren. Doch dann verändert die Begegnung mit Alex alles. Der eher rebellische Freiheitskämpfer lässt sie erkennen in was für einer fremdbestimmten und kontrollsüchtigen Welt sie leben und entzündet in der angepassten Lena den Funken des Widerstands. Es kommt wie es kommen muss und sie verliebt sich in Alex, aber der Tag ihres 18. Geburtstages rückt immer näher…



Aus der Liebe eine Krankheit zu machen, fand ich erstmal eine phantastische Idee. Es war erfrischend und nicht so totlangweilig wie die meisten klischeebehafteten Bücher des romantischen Jugendbuchgenres. (Ich muss hier erstmal zustimmen. Als mir eine Freundin davon erzählte, dass es ein Buch gäbe in dem die Liebe eine heilbare Krankheit sei, war ich total aus dem Häuschen. Wurde dann jedoch im Gegensatz zu meiner geschätzten Freundin enttäuscht.) Lena ist auch eine sympathische Protagonistin, die mit ihrer Natürlichkeit und Normalität besticht. Nicht von Anfang an, ist sie eine Heldin. Sie wächst eher in die Rolle rein und als Leser beginnt man zusammen mit ihr sich in der Welt von Lauren Oliver zurechtzufinden, Dinge zu hinterfragen und eigene Thesen über verschiedene Handlungsstränge aufzustellen. (Ich muss gestehen, dass Lena und ich einfach nicht warm miteinander wurden. Sie war mir zu unselbstständig und lies sich zu leicht durch andere lenken. Klar entwickelt sie sich mit der Geschichte, doch einfach zu wenig. Und sie tut es meiner Meinung nach aus den falschen Gründen. Sie tut es der Alex wegen, nicht weil sie das System für falsch erachtet.) Genauso wenig fehlt es an Spannung oder Action in diesem Buch. Die genauen Beschreibungen haben mir dabei geholfen speziell diese Szenen sehr detailreich in meinem Kopf abzuspielen. Natürlich ist es dabei Geschmackssache, ob man auf eine ausführliche Schilderungen wert legt oder nicht. (Das war mein Stichwort. Ich hasse zu detaillierte Beschreibungen. Meine Fantasie brauche ihren Freiraum um sich zu entfalten. Durch die genauen Beschreibungen konnte ich mir alles nur schwer vorstellen und so schwebte ich nur in Lenas Welt, konnte jedoch nie richtig eintauchen.)
Von den Nebencharakteren wie z.B. ihrer besten Freundin Hana habe ich mir allerdings mehr erwartete. Ihre Persönlichkeit war gut ausgearbeitet und in die Geschichte integriert, hat sie teilweise sogar geleitet, was interessant, aber auch etwas störend war. Mehr erwartet hab ich mir in der Hinsicht, dass gerade Hana viel Potenzial hatte, aber sie irgendwie gegen Ende des Buches so ein bisschen verloren gegangen ist. (Dito.)
Ein paar Pluspunkte kann ich noch für die gute Romantik verteilen. Die Begegnungen zwischen Alex und Lena wirkten auf mich in keinster Weise kitschig oder übertrieben schmalzig. Ganz im Gegenteil. Oliver zeichnet eine nachvollziehbare Liebe, die sich langsam aber stetig entwickelt. Nicht über einen einzigen Blick - *augenverdreh* - sondern durch Gespräche und gemeinsame Erfahrungen, vergrößert sich ihre Zuneigung zueinander Stück für Stück. (Da Lena mir das ganze Buch hindurch nicht sonderlich sympathisch war und ich viele Entscheidungen die sie traf nicht im Geringsten nachvollziehen konnte, war ich froh, dass sie sich je näher sie Alex kam, auch mir öffnete. Daher sind die Szenen zwischen den Beiden ein kleiner Lichtblick für mich.)
An letzter Stelle bleibt mir nur zu sagen, dass das Ende einfach nur fies ist, weil es einen dermaßen bescheidenen Cliffhanger gibt, dass ich es nicht fassen konnte. So allá: Und das war jetzt der letzte Satz? Im Ernst? Aber zum Glück gibt es einen zweiten Teil. (Sowas kann ich auch gar nicht leiden. Ich finde jedes Buch braucht sein richtiges Ende. Daher stimme ich dir unglaublicher Weise schon wieder zu meine Liebe ;).)

Fazit:
Ein lesenswertes Buch für Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, die Dystopien mit einem Hauch Liebe mögen. Humor wird man in diesem Buch zwar nicht oft finden, aber dafür gute Actionszenen, eine dramatische Liebesgeschichte und eine komplexe Welt, die einen in ihren Bann schlägt, wenn man es denn zulässt.
Rosenvergabe:
Ich vergebe 4 von 5 Rosen. Für eine gute solide Geschichte mit viel Unterhaltungswert und ein paar kleinen Schwächen.

Fazit:

Idee 100 Punkte. Ausführung 40 Punkte. Wenn man davon absieht, dass die Protagonistin sehr eigen und leicht fremdgesteuert wirkt und die Geschichte mir persönlich zu sehr zerkaut wurde, hat Lauren Oliver eine tolle neue Welt geschaffen, aus der man jedoch noch einiges mehr hätte machen können.

2,5 von 5 Schneeflocken.



 
Rosenrot & Schneeweißchen

Freitag, 23. August 2013

Karibuni allerseits:D



Es waren einmal zwei junge, talentierte, intelligente (so könnte ich stundenlang weiter machen).... Mädchen die bei ihrer Geburt getrennt worden zu sein schienen. Ihr ganzes Leben lang fehlte ihnen etwas, dessen Lücke sie nicht füllen konnten. Nicht einmal mit ihrem einzigen Lichtblick, ihrer Leidenschaft zu Büchern. Verloren und allein, schwebten sie von Buch zu Buch, in der Hoffnung, dadurch Erfüllung und Glück zu finden. Doch sie begriffen sehr schnell, was sie suchten konnten sie nicht in ihren fantastischen Welten finden. Allerdings mussten sie das auch garnicht, denn einmes Tages schien ihnen das Schicksal wohlgesonnen zu sein.
Es war ein lauer Sommernachmittag, die Sonne schien und die Vögel zwitscherten ihre fröhlichen Liederchen, da kreuzten sich die Wege von Schneeweißchen und Rosenrot das erste Mal. Vom ersten Moment an, wussten sie, dass sie ein ganz besonderes Band verband. Das glorreiche, zeitlose, überwältigende Band zwischen streitenden Schwestern, die sich gemeinsam gegen den Rest der Welt stellten und taten was ihnen gerade in den Kram passte. Sie beschlossen von nun an nie wieder getrennte Wege zu gehen und alle anderen mit ihrer Leidenschaft zu nerven, denn schließlich waren sie schon immer von einem großzügigen Naturell und wollten jedermann an ihren qualitativ hochweritgen geistigen Ergüssen teilhaben lassen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute!

Und jetzt Klartext: zwei Mädels, ein Buch, zwei Meinungen. Das wird in Zukunft auf euch zukommen. Dabei setzen wir uns keine Grenzen, denn wir sind genau so unterschiedlich und doch wieder gleich, wie Schneeweißchen und Rosenrot.

Wir freun uns auf euch! <3
Schneeweiße und Rosenrote Grüße!