Samstag, 24. August 2013

Deliruim von Lauren Oliver



Ihr Lieben! Hier kommt nun unsere erste Rezension und wir sind wahrscheinlich genau so gespannt wie ihr! Das Konzept ist recht simpel. Der eine schreibt die Rezension der andere kommentiert! Beide geben ein Fazit!
Rosenrot kommentiert in Rot, Schneeweißchen in Hellblau. 
Falls es noch fragen gibt, her damit! Auch über anregungen freuen wir uns immer! Ansonsten, viel Spaß beim lesen!

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Titel:                      Delirium
Autor/in:                Lauren Oliver
Verlag:                   Carlsen
Seitenanzahl:          416 Seiten
ISBN:                   9783551582324




Unsere Welt in der Zukunft. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Liebe eine Gefahr für die menschliche Bevölkerung darstellt, denn jenes Gefühl und die schwerwiegenden Folgen die damit eingehen wurden als Krankheit identifiziert. Amor deliria nervosa ist aber nicht unheilbar. Die klügsten Köpfe ihrer Zeit haben einen eine Methode entwickelt, die Teile des Gehirns sozusagen lahmlegt, um zu verhindern, dass sich Menschen verlieben. Aber um den Erhalt der eigenen Spezies zu sichern werden die perfekten Partner anhand eines komplizierten mathematischen Systems ermittelt, um zwei ausgewählte kompatiblen Personen zusammenzuführen.

Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und somit kurz vor ihrem Eingriff. Sie ist mit ihrem Leben eigentlich zufrieden und freut sich regelrecht auf ihre „Heilung“, denn wegen der Liebe hat sie schon Familienmitglieder verloren. Doch dann verändert die Begegnung mit Alex alles. Der eher rebellische Freiheitskämpfer lässt sie erkennen in was für einer fremdbestimmten und kontrollsüchtigen Welt sie leben und entzündet in der angepassten Lena den Funken des Widerstands. Es kommt wie es kommen muss und sie verliebt sich in Alex, aber der Tag ihres 18. Geburtstages rückt immer näher…



Aus der Liebe eine Krankheit zu machen, fand ich erstmal eine phantastische Idee. Es war erfrischend und nicht so totlangweilig wie die meisten klischeebehafteten Bücher des romantischen Jugendbuchgenres. (Ich muss hier erstmal zustimmen. Als mir eine Freundin davon erzählte, dass es ein Buch gäbe in dem die Liebe eine heilbare Krankheit sei, war ich total aus dem Häuschen. Wurde dann jedoch im Gegensatz zu meiner geschätzten Freundin enttäuscht.) Lena ist auch eine sympathische Protagonistin, die mit ihrer Natürlichkeit und Normalität besticht. Nicht von Anfang an, ist sie eine Heldin. Sie wächst eher in die Rolle rein und als Leser beginnt man zusammen mit ihr sich in der Welt von Lauren Oliver zurechtzufinden, Dinge zu hinterfragen und eigene Thesen über verschiedene Handlungsstränge aufzustellen. (Ich muss gestehen, dass Lena und ich einfach nicht warm miteinander wurden. Sie war mir zu unselbstständig und lies sich zu leicht durch andere lenken. Klar entwickelt sie sich mit der Geschichte, doch einfach zu wenig. Und sie tut es meiner Meinung nach aus den falschen Gründen. Sie tut es der Alex wegen, nicht weil sie das System für falsch erachtet.) Genauso wenig fehlt es an Spannung oder Action in diesem Buch. Die genauen Beschreibungen haben mir dabei geholfen speziell diese Szenen sehr detailreich in meinem Kopf abzuspielen. Natürlich ist es dabei Geschmackssache, ob man auf eine ausführliche Schilderungen wert legt oder nicht. (Das war mein Stichwort. Ich hasse zu detaillierte Beschreibungen. Meine Fantasie brauche ihren Freiraum um sich zu entfalten. Durch die genauen Beschreibungen konnte ich mir alles nur schwer vorstellen und so schwebte ich nur in Lenas Welt, konnte jedoch nie richtig eintauchen.)
Von den Nebencharakteren wie z.B. ihrer besten Freundin Hana habe ich mir allerdings mehr erwartete. Ihre Persönlichkeit war gut ausgearbeitet und in die Geschichte integriert, hat sie teilweise sogar geleitet, was interessant, aber auch etwas störend war. Mehr erwartet hab ich mir in der Hinsicht, dass gerade Hana viel Potenzial hatte, aber sie irgendwie gegen Ende des Buches so ein bisschen verloren gegangen ist. (Dito.)
Ein paar Pluspunkte kann ich noch für die gute Romantik verteilen. Die Begegnungen zwischen Alex und Lena wirkten auf mich in keinster Weise kitschig oder übertrieben schmalzig. Ganz im Gegenteil. Oliver zeichnet eine nachvollziehbare Liebe, die sich langsam aber stetig entwickelt. Nicht über einen einzigen Blick - *augenverdreh* - sondern durch Gespräche und gemeinsame Erfahrungen, vergrößert sich ihre Zuneigung zueinander Stück für Stück. (Da Lena mir das ganze Buch hindurch nicht sonderlich sympathisch war und ich viele Entscheidungen die sie traf nicht im Geringsten nachvollziehen konnte, war ich froh, dass sie sich je näher sie Alex kam, auch mir öffnete. Daher sind die Szenen zwischen den Beiden ein kleiner Lichtblick für mich.)
An letzter Stelle bleibt mir nur zu sagen, dass das Ende einfach nur fies ist, weil es einen dermaßen bescheidenen Cliffhanger gibt, dass ich es nicht fassen konnte. So allá: Und das war jetzt der letzte Satz? Im Ernst? Aber zum Glück gibt es einen zweiten Teil. (Sowas kann ich auch gar nicht leiden. Ich finde jedes Buch braucht sein richtiges Ende. Daher stimme ich dir unglaublicher Weise schon wieder zu meine Liebe ;).)

Fazit:
Ein lesenswertes Buch für Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, die Dystopien mit einem Hauch Liebe mögen. Humor wird man in diesem Buch zwar nicht oft finden, aber dafür gute Actionszenen, eine dramatische Liebesgeschichte und eine komplexe Welt, die einen in ihren Bann schlägt, wenn man es denn zulässt.
Rosenvergabe:
Ich vergebe 4 von 5 Rosen. Für eine gute solide Geschichte mit viel Unterhaltungswert und ein paar kleinen Schwächen.

Fazit:

Idee 100 Punkte. Ausführung 40 Punkte. Wenn man davon absieht, dass die Protagonistin sehr eigen und leicht fremdgesteuert wirkt und die Geschichte mir persönlich zu sehr zerkaut wurde, hat Lauren Oliver eine tolle neue Welt geschaffen, aus der man jedoch noch einiges mehr hätte machen können.

2,5 von 5 Schneeflocken.



 
Rosenrot & Schneeweißchen

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